Saisonvorschau 2019/2020 – Stürmer

Am 13. September 2019 beginnt die neue DEL Saison. Zeit für uns, dass wir uns mit der Mannschaft der Saison 2019/2020 näher beschäftigen und alle Spieler sowie Staff auf Herz und Nieren prüfen.
Los ging es am Montag mit den Torhütern. Am Dienstag haben wir uns die Verteidiger angesehen, am heutigen Mittwoch die Stürmer, am Donnerstag das Team rund um das Team und am Freitag gibt es die Prognose.

Stürmer

13 Jake Ustorf

Der Status von Jake Ustorf ist etwas kurios. Irgendwie gehört er zum Kreis der Eisbären Berlin, einen Vertrag besitzt er allerdings bei den Lausitzer Füchsen mit Förderlizenz für die Crocodiles Hamburg.
Somit wird er wohl auch im zweiten Jahr mehr in der Oberliga zum Einsatz kommen. Für die Crocodiles sammelte er im vergangenen Jahr 26 Punkte in 20 Spielen. In der DEL2 waren es nur drei in 18 Einsätzen. Ob er irgendwann den Sprung in den Profikader der Eisbären schafft, ist eher unwahrscheinlich.

15 Charlie Jahnke

In der vergangenen Saison gelang ihm nach mehreren Anläufen und Aberkennungen, endlich der erste Treffer in der Deutschen Eishockey Liga. In der DEL2 war hatte er einen Schnitt von einem Punkt pro Spiel. Das Talent für die höchste deutsche Spielklasse bringt er mit. Es fehlt allerdings noch an Konstanz. Der Trainerwechsel im vergangenen Jahr, war sicher auch keine Hilfe.
Im Sommer hat er körperlich ordentlich was drauf gepackt. Jahnke wird voraussichtlich wieder mehr bei den Lausitzer Füchsen zum Einsatz kommen. Die Einsätze in der DEL muss er nutzen, um sich den festen Platz in der DEL zu erkämpfen. Sodass die Entscheidung, ihn in die Lausitz zu schicken, immer schwerer fällt.

16 Vincent Hessler

Hessler wird den Saisonbeginn aufgrund einer Handverletzung verpassen. Kann aber nach der Genesung realistische Hoffnung auf einen Platz im Profikader haben. Er hat den körperlichen Sprung vom Nachwuchs in den Männerbereich besser überstanden, als bspw. Jahnke. Als rechtsschießender Flügelstürmer kann er eine Rolle in einer offensiven dritten Reihe spielen, aber auch in einer defensiv-orientierten Reihe kann Hessler arbeiten.

21 Austin Ortega

Austin Ortega benötigte nicht viel Zeit, um sich kurz nach seiner Verpflichtung Anfang Februar in Berlin zu akklimatisieren. In seinem ersten Spiel bereitete er zwei Treffer vor. Zwei Tage später traf er zweimal selbst und bereitete ein weiteres Tor vor.
Nun geht er in seine erste volle Saison bei den Eisbären. In der Vorbereitung blitze seine Kreativität schon das ein oder andere Mal hervor. Auch seine Schnelligkeit und Spielwitz werden ein wichtiger Faktor im Berliner Offensivspiel werden. Zudem bringt er dieses giftige Element mit, womit er Gegner immer wieder auf die Nerven geht.

22 Thomas Reichel

Der ältere der beiden Reichel Brüder wird auch in der kommenden Saison hauptsächlich für die Lausitzer Füchse auflaufen. Im letzten Jahr gelangen ihm in 49 DEL2 Spielen acht Punkte. Wird es schwer haben, einen Platz im Profikader zu bekommen.

23 Pierre-Cédric Labrie

PC Labrie hat nicht lang gebraucht, um im Kreis der Mannschaft anzukommen. Vielleicht ist es auch genau das, was ihn für das Team wertvoll macht. Labrie scheint ein positiver Typ für die Kabine zu sein. Auf dem Eis ein arbeitender dritte/vierte Reihe Flügel, der vor allem über seine Physis kommt. Dass er seinen Körper einzusetzen weiß, zeigte er in der Vorbereitung bereits das ein oder andere Mal.
Ob Labrie überhaupt über sein Try Out hinaus bei den Eisbären bleiben wird, stand zum Veröffentlichungszeitpunkt noch nicht fest. Dies soll erst gegen Ende der Woche entschieden werden. Wir gehen jedoch von einem Verbleib aus.

24 André Rankel

Die Nummer 24 kommt aus einer erneut enttäuschenden Saison. Nur zehn Treffer gelangen dem 34-Jährigen. Das ist frustrierend. Zudem wurde die Kritik am nach außen hin ruhigen Kapitän der Eisbären Berlin im Umfeld immer lauter. In der Vorbereitung lief er mit dem „C“ auf und wird das sehr wahrscheinlich auch in der kommenden Saison tun.
Vielleicht muss man die Ansprüche an ihn auch einfach herunterschrauben. Die Spiele in denen er körperlich, mit Geschwindigkeit und seinem guten Schuss auffällt, werden weniger. In den Testspielen wanderte er quer durchs Line-Up. Fand sich mal in der ersten Reihe auf dem Flügel und zuletzt als Center der vierten Reihe wieder.

26 Florian Busch

Dass Florian Busch überhaupt noch professionell Eishockey spielt, ist schon bemerkenswert. Im Sommer vor der vergangenen Saison erholte er sich von einer schweren Kopfverletzung. In der Saison erlitt er gegen Krefeld eine erneute schwere Gehirnerschütterung und fiel auf unbestimmte Zeit aus. Beim ersten Training der Saison 2019/20 stand er dennoch auf dem Eis, verpasste allerdings auch einige Einheiten. Die Gesundheit geht vor. Sportlich könnte Busch allem in der unteren beiden Reihen auf der Mittelstürmerposition für Tiefe sorgen.

40 Maxim Lapierre

Vom Namen die größte Verpflichtung des Sommers. In der Vorbereitung der Berliner Topscorer mit vier Toren und sieben Vorlagen. Lapierre ist nicht der schnellste Stürmer der Eisbären, das hat bei seiner Verpflichtung auch niemand erwartet. Es sind die kleinen Sachen, sein Stellungsspiel, sein Gefühl für die Situation auf dem Eis. Lapierre könnte eine wichtige Rolle für den Erfolg in der kommenden Saison spielen. Bemerkenswert ist auch, wie sich junge Spieler wie Lukas Reichel oder Sebastian Streu an seiner Seite entfalten können. Wohl auch in dem Wissen, dass sie die defensive Unterstützung des Ex-NHL Profis haben.

41 Louis-Marc Aubry

In den letzten beiden Jahren hat sich Aubry kontinuierlich gesteigert und zu einem Führungsspieler der Eisbären entwickelt. Ist offensiv ebenso wichtig wie defensiv. Er kommt in allen Situationen zum Einsatz. Der Berliner Topscorer der vergangenen Saison (39 Punkte) hatte Teamintern auch die meiste Eiszeit in Unterzahl. Wird auch in der kommenden Saison der wichtigste Center der Eisbären sein und seine Reihe wird die Top-Reihe sein.

44 Lukas Reichel

“Ich verstehe ehrlich gesagt den Hype nicht”, sagte Wally in der 22. Episode des #Hauptstadteishockey Podcast. Gemeint war nicht, dass er die bisherige Leistung von Lukas Reichel nicht gut findet. Vielmehr war es abzusehen, dass der jüngere der Reichel Brüder ein absolutes Toptalent ist. Er bringt Kreativität und Spielwitz mit. Man wünscht sich fast, dass er nicht in ein System gezwungen wird, welches ihn in seinem Spiel einschränkt. In der Vorbereitung harmonierte er hervorragend an der Seite von Lapierre.
Wird wie alle Nachwuchstalente irgendwann im Laufe der Saison gegen die sprichwörtliche Wand rennen. Bis dahin scheint sein Platz im Profikader allerdings sicher.

61 Sean Backman

Plagte sich zum Saisonbeginn der vergangenen Spielzeit mit den Folgen einer Leistenoperation. Fand Richtung Playoffs aber wieder seine Stärke. Als Schuss-Option im Powerplay und als Scoring-Winger in einer der ersten beiden Reihen, wird es auch an ihm liegen, die fehlende Produktion von Jamie MacQueen auszugleichen.

81 Sebastian Streu

Ähnlich wie Lukas Reichel zeigte Streu in der Vorbereitung Spielwitz und Kreativität. Ist vom Körper vielleicht etwas weiter. Er verletzte sich allerdings an der Hand und verpasste die letzten zwei Wochen der Vorbereitung. Der Sohn des neuen Co-Trainers, hat sich mit seiner Leistung allerdings für einen Platz im erweiterten Kreis des Profikaders empfohlen.

87 Fabian Dietz

Was für eine Geschichte. Im Sommer 2018, ohne Vertrag für ein Team in der DEL oder DEL2, nahm Dietz am Development Camp der LA Kings in Berlin teil. Der Flügelstürmer überzeugte und ergatterte sich einen Vertrag beim Kooperationspartner in der Lausitz. In seinem ersten DEL2 Jahr schoss er 12 Tore und bereitete sechs Treffer vor.
Und diese Saison? Scheint sich der 20-Jährige einen Platz im DEL-Kader erarbeitet zu haben. In den Vorbereitungsspielen konnte man erkennen, dass Dietz schon seinen Weg durch die Oberliga und die DEL2 gegangen ist. Er ist ein Arbeiter und wird in dieser Rolle von Serge Aubin eingesetzt.

88 James Sheppard

Sheppard hat in seinem zweiten Jahr die Leistungen der ersten Saison im Eisbären-Trikot bestätigt. Als Playmaker centert er stets gefährliche Reihen, die auch defensiv Verantwortung übernehmen. Dabei ist fast überraschend, dass er kaum in Unterzahl eingesetzt wird. Das wird sich aufgrund der Centerdichte auch in der kommenden Saison kaum ändern. Dafür sind er und seine Reihe meist die erste Option nach einer überstandenen Unterzahl.

91 Mark Olver

Bestritt in der vergangene Spielzeit (inkl. Playoffs) nur 15 Spiele aufgrund einer tückischen Handverletzung. Nach diesem verlorenen Jahr galt er für viele als Streichkandidat in diesem Sommer.
Vermutlich wird Olver auch in der kommenden Saison vor allem in einer Shutdown Rolle eingesetzt. Besitzt aber genug Skills um auch mit einer dritten oder vierten Reihe offensiv für Gefahr zu sorgen.

92 Marcel Noebels

Noebels geht tatsächlich schon in seiner sechste Spielzeit mit den Eisbären Berlin. Er gehört zum Kreis der Führungsspieler. Oft wünscht man sich, dass Noebels präsenter auftritt. Schlechte Spiele merkt man ihm von außen betrachtet genauso an, wie wenn es für ihn gut läuft. Wird in der kommenden Saison vermutlich noch stärker an seinen Leistungen bemessen, als zuvor.

93 Leo Pföderl

Eine interessante Verpflichtung, wie man sie sich in den vergangenen Jahren häufiger von den Eisbären gewünscht hat. Zu selten wechseln bessere Spieler innerhalb der DEL nach Berlin. Im Grunde ist Pföderl die jüngere und etwas bessere Version von Thomas Oppenheimer, der die Eisbären im Sommer verlassen hat. Er ist auf beiden Flügeln einsetzbar und kann im Powerplay als Option für den Direktschuss platziert werden. Schoss in der DEL Bereits zweimal mehr als 20 Tore, im letzten Jahr waren es 17 Treffer und ebensoviele Vorlagen. Blieb in der Vorbereitung noch etwas unauffällig, was durchaus am Wechsel des Umfelds und die Umgewöhnung liegen kann.

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