Saisonvorschau 2019/2020 – Staff

Am 13. September 2019 beginnt die neue DEL Saison. Zeit für uns, dass wir uns mit der Mannschaft der Saison 2019/2020 näher beschäftigen und alle Spieler und Staff auf Herz und Nieren prüfen.
Los ging es am Montag mit den Torhütern. Am Dienstag sahen wir uns die Verteidiger an, am Mittwoch die Stürmer, heute das Team rund um das Team und am Freitag gibt es die Prognose.

Staff

Serge Aubin

Das offenste Geheimnis der Eishockeyszene war wohl die Personalie Serge Aubin. Bereits drei Tage nach der Entlassung von Clément Jodoin (19. Dezember 2018) nannte der Autor dieser Zeilen auf Twitter das erste mal den Namen Aubin, weil er mit seinem Team ZSC Lions in einer Niederlagenserie war. Nicht mal einen Monat später, am 14. Januar 2019, wurde Aubin dann auch in Zürich entlassen und seit dem windete sich die sportliche Führung zu dieser Personalie Stellung zu nehmen. Der Anspruchskatalog, der beim Dauerkartenfest am 2. März präsentiert wurde, passte zufällig wie die Faust aufs Auge, zu Serge Aubin. Er sollte starke Führungsqualitäten haben, ein guter Kommunikator sein, technisch und taktisch auf der Höhe sein, Erfahrungen in der DEL haben, finanzierbar sein, deutsch sprechen können und vieles mehr. Den kompletten Katalog könnt Ihr hier sehen. Am 4. April wurde Aubin dann noch zum Assistant Coach der kanadischen U18 Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft berufen, ehe Aubin im Mai endlich der Öffentlichkeit als neuer Trainer der Eisbären Berlin präsentiert wurde.
Zur Vita von Serge Aubin ist soviel zu sagen, dass er nach dem Ende seiner aktiven Spielerkarriere bei den Hamburg Freezers Co-Trainer wurde und nach etwas über einem Jahr, den dortigen Coach Benoit Laporte ersetzte. Aubin coachte die Freezers noch zwei weitere Jahre, ehe er für zwei Jahre in die österreichische EBEL zu den Vienna Capitals wechselte und dort in seiner ersten Saison gleich Meister wurde. In der Saison 2018/2019 heuerte Aubin bei den ZSC Lions an, aber dort stimmte es überhaupt nicht. Die Schweizer Kollegen vom tagesanzeiger beschrieben die Situation damals wie folgt: “Es ist nicht so, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielen würde. Sie hat genug mit sich selbst zu kämpfen. Doch der Frankokanadier ist ihr dabei auch keine grosse Hilfe. Aubin erledigt seinen Job nach bestem Wissen und Gewissen, er ist bestimmt kein schlechter Trainer. Aber er hat in Zürich den Draht zu den Spielern nicht richtig gefunden. Der 43-Jährige war als Spieler ein Musterprofi, den man nie antreiben musste, der durchs Feuer ging. Hätte er 20 Aubins in der Mannschaft, die ZSC Lions würden an der Spitze stehen. Doch das hat er nicht. Der Trainer ist nicht das Hauptproblem der ZSC Lions, es ist die Mannschaft, der die Leaderfiguren fehlen und bei der sich Genügsamkeit eingenistet hat.”
Nun könnten böse Zungen behaupten, dass es diese Genügsamkeit bei einigen Spielern hier nach sieben Meisterschaften auch gibt. Uns fällt das Zitat vom ehemaligen Eisbären-Coach Uwe Krupp ein: “Zu vielen Spielern ging es hier viel zu lange viel zu gut.”
Wir werden sehen, wie Aubin diesmal mit der Situation umgehen wird. Feststeht jetzt schon: Kein neuer Coach in den letzten 20 Jahren hatte einen schwereren Start zu erwarten, aber das kann auch eine Chance für ihn sein und er kann auch nur dabei gewinnen. Verliert er übermäßig viele Spiele, werden die Fans sagen “Ach, wir haben es doch gewusst.” Gewinnt er übermäßig viele Spiele, werden die Sympathien bei den Fans, trotz der Vergangenheit bei den Hamburg Freezers schon noch kommen.

Craig Streu

Seit 2016 sind Serge Aubin und Craig Streu nun schon ein eingespieltes Team und die Eisbären Berlin sind nach den Vienna Capitals und dem ZSC Lions nun die dritte Organisation, die von beiden zusammen trainiert wird.
Der 51-jährige Streu spielte von 1993 bis 2008 durchgehend in Deutschland und schaffte es auch in die deutsche Nationalmannschaft. In Bremerhaven (2000 – 2008) gilt Streu als Kultspieler und das Wiedersehen am zweiten Spieltag, wird für alle Beteiligten sicher toll.
Am 4. Juni meldete #Hauptstadteishockey, dass Craig Streu Co-Trainer von Serge Aubin wird, nachdem wir ihn beim Development Camp der Eisbären sahen, bei dem auch sein Sohn Sebastian Gastspieler war. Im August bekam Sebastian Streu dann einen TryOut Vertrag bei den Eisbären.
Während der Spiele wird Streu die Stürmer betreuen.

Gerry Fleming

Gerry Fleming geht in seine zweite Saison bei den Eisbären Berlin. Der gebürtigen Québecker ist, wie in der vergangenen Saison, wieder für die Verteidiger zuständig. Bevor Fleming für die Eisbären arbeitete, war er 20 Jahre im nordamerikanischen Minor-League-Hockey Coaching aktiv. Vor seinem Wechsel nach Europa, war Fleming zehn Jahre mit der Franchise der Edmonton Oilers verbunden, und arbeitete in ihren drei Farmteams in der AHL. Erst für die Springfield Falcons, dann für die Oklahoma City Barons und zuletzt für die Bakersfield Condors.

Sebastian Elwing

Die Arbeit von Sebastian Elwing ist vielleicht die faszinierendste von allen Coaches, da man hier direkt sehen kann, wie Elwing z.B. am Stellungsspiel o.Ä. mit den jungen Goalies arbeitet. Für Elwing ist es wichtig den Goalies aus jeder Trainigseinheit was Positives mitzugeben und das auch in den Videos so zusammenzuschneiden. Elwing geht bei den Eisbären Berlin in sein drittes Dienstjahr. Neben den Eisbären ist Elwing auch Goaliecoach des Kooperationspartner Lausitzer Füchse und auch bei den Juniors hat man ihn schon auf dem Eis gesehen.

Jake Jensen

Jake Jensen ist der Powerguy im Coaching-Staff der Eisbären. Keiner hebt im gesamten Team mehr Gewichte als Jensen. Das was Jensen von seinem Körper beim Gewichtheben fordert, fordert er als Strength & Conditioning Coach auch von den Spielern. Neben dem Profiteam, betreut Jensen auch den Nachwuchs und ist weiterhin als Übersetzer tätig, wie wir es schon in unserer ersten Vorstellung geschrieben hatten.

Jan Düerkop

Jan Düerkop geht in seine zweite Saison bei den Eisbären Berlin. Der zertifizierte Personal Trainer assistiert Jake Jensen im Kraft- und Fitnesstraining. Während der Spiele übernimmt er auch mal die Kamera oder kümmert sich in der Eisbären-Loge in der Mercedes-Benz Arena um Statistiken, wenn Desmond Squire verhindert ist.

Markus Flemming

Der ehemalige Eishockeytorhüter und jetziger Diplom-Psychologe wird auch wie in den letzten 12 Jahren zuvor alles dafür tun, dass die Spieler mental gecoacht werden. Zudem ist Flemming auch noch für andere Sportverbände wie z.B. dem Deutschen Basketballbund tätig. Wie wichtig diese Arbeit ist, merkte man in den letzten Jahren hier in Berlin z.B. beim Thema Constantin Braun.

Jeremy Lee

Der Managersohn ist der Videocoach der Eisbären. Er bereitet für die Eisbären-Coaches während und nach dem Spiel die kurzen Videos des Spiels auf. Er hat ein besonderes Auge auf Forechecking, die Offensiv- und Defensiv-Zonen, sowie Powerplay und Penaltykilling.

Desmond Squire

Nach dem Abgang von Alan Hamilton zum Ende der Saison 2017/2018 hat Desmond Squire neben seiner Rolle als Presenter bei den Eisbären den Part der Statistiken mit übernommen. Seit vergangener Saison ist Squire auch neben den Heimspiele, regelmäßig Auswärts dabei.

Dirk Perschau

Dirk Perschau geht in seine 20. Saison als Betreuer der Eisbären. Der ehemalige Spieler wurde zur Saison 1999/2000 Nachfolger von Klaus Oberländer in der DEL Mannschaft. Seitdem kümmert er sich mit größter Sorgfalt um die Trikots, scharfe Kufen, den Transport der Materialien zu allen Spielen und das es den Spielern an nichts fehlt.

Oliver Lange

Betreuer Oliver Lange geht in seine dritte Saison hinter der Bande. Davor war er als Ordner bei den Eisbären tätig. Nicht nur unter der Saison sorgt Lange für Ordnung hinter der Bande, sondern z.B. auch beim Development Camp der Eisbären im Juni war er als gute Seele vor Ort.

René Seipelt

René Seipelt unterstützt die beiden hauptamtlichen Betreuer Dirk Perschau und Oliver Lange vor allem bei Heimspielen der Eisbären Berlin.

Dr. Jens Ziesche

Der Sportmediziner Dr. Jens Ziesche ist der zweite im Ziescheclan hinter der Bande der Eisbären. Der Bruder von Ex-Co-Trainer Steffen und Sohn von IIHF Hall of Famer und Dynamo Legende Joachim Ziesche ist seit über 17 Jahren für die Gesundheit der Eisbären verantwortlich. In seiner Tagesklinik Esplanade hat er schon so einige medizinische Wunder vollbracht.

Thomas Wöhrl

21 Jahre ist Bommel nun schon der Physiotherapeut der Eisbären. Im hinteren Teil der Eisbärenkabine im Wellblechpalast hat er schon viele Muskelverspannungen weggeknetet.

André Kreidler

Während Physiokollege Wöhrl für das Nationale steht, steht Kreidler für das Internationale. Der Physiotherapeut jettete mit den deutschen Tennisstars wie z.B. Angelique Kerber um die Welt und betreute sie für den Deutschen Olympischen Sportbund. Zwischen 2005 und 2011 betreute Kreidler bereits den ERC Ingolstadt und aktuell neben den Eisbären auch die Eishockey-Nationalmannschaft und bei den New Jersey Devils in der NHL schaute er auch schon vorbei. Erfolge, an denen Kreidler beteiligt war: Gewinn der Silbermedaille mit der deutschen Eishockeynationalmannschft bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Vizemeister mit den Eisbären Berlin und der Gewinn des Wimbledon Dameneinzel von seiner Athletin Angelique Kerber.

Peter John Lee

Seit mittlerweile 24 Jahren ist Peter John Lee ein Eisbär. Von Spieler, Co-Trainer, Trainer bis zum Manager/Geschäftsführer hat er den vll. größten Anteil an der Entwicklung der Franchise in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten. Während es sportlich in den vergangenen 15 Jahren ziemlich gut lief, mit zwei Vize- und sieben Meisterschaften, geben die Zahlen in den Bilanzen schon etwas Anlass zur Sorge. Aber solange die Anschutz Entertainment Group mit Ihrer Patronatserklärung hinter den Eisbären steht, dürfte wohl nichts zu befürchten sein.

Stéphane Richer

Der sportliche Leiter geht in seine zweite volle Saison bei den Eisbären und treibt die Umbrüche mit seinem Dreijahresplan unaufhörlich voran. In diesem Sommer mussten wieder harte Entscheidungen getroffen werden. Verträge wurden aufgelöst (Fischbuch und Buchwieser) und Verträge von Fanlieblingen nicht verlängert (u.a. DuPont und Poulin). Dies hat natürlich zur Folge, dass Richer bei den Eisbären-Fans weiterhin einen schweren Stand hat. Auch die Entscheidung mit Serge Aubin einen Freund aus früheren Tagen bei den Hamburg Freezers zu verpflichten wurde mehrheitlich nicht gerade wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Stefan Ustorf

Der Leiter der Spielerentwicklung und des Scoutings hatte in der vergangenen Saison viel zu tun. Neben den Aufgaben bei den Eisbären wurde Stefan Ustorf von den LA Kings auch noch als Europa-Scout verpflichtet. Im Ustorf Segment gab es in diesem Sommer einige Umbrüche. Neben den Abgängen von Maximilian Adam (Wolfsburg), Cedric Schiemenz (Schwenningen), Tobias Ancicka (Rauma) und Nino Kinder (Winnipeg) waren Fabian Dietz und Sebastian Streu die einzigen Neuzugänge im Förderlizenz-Alter. Lukas Reichel scheint das neue Kronjuwel der Abteilung Spielerentwicklung zu sein. Hoffentlich überdeckt das nicht den Fakt, dass die nachfolgenden Jahrgänge nicht so stark aufgestellt sind. Hier gibt es in der Entwicklung also noch sehr viel zu tun.

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