Eisbären investieren in Spielerentwicklung – Ancicka und Hänelt kehren nach Berlin zurück

Nach der Verpflichtung von Nino Kinder am 4. April, gaben die Eisbären am 29. April bekannt, dass die ehemaligen Eisbären Juniors-Spieler Tobias Ancicka und Haakon Hänelt zurück in die Organisation wechseln.

Tobias Ancicka wechselte während der Saison 2016/2017 von Red Bull Salzburg zu den Eisbären Juniors und spielte dort zusammen mit Haakon Hänelt bei den Schülern, aber auch schon ab und zu im DNL-Team. Im Januar 2017 trainierte Ancicka bereits bei den Profis mit und Ende 2017 wurde er mit einer Förderlizenz für das DEL-Team lizenziert. Wir berichteten damals im #ProspectReport. Der beste Torhüter des Jahrgangs 2001 (ausgezeichnet von der Erich-Kühnhackl-Stiftung) arbeitete sich dann in der Saison 2018/2019 von der klaren Nummer 1 im DNL-Team der Eisbären Juniors zu den ersten Einsätzen im DEL2-Team der Lausitzer Füchse. Ancicka stand in dieser Saison auch schon im DEL-Kader der Eisbären und war des öfteren als BackUp auf der Bank.

Im Mai 2019 folgte dann der Wechsel von Ancicka zu Ex-Eisbären Goalie Petri Vehanen und Lukko Rauma. Ancicka, der damals einen Vierjahresvertrag in Rauma unterschrieben hat, sagte damals gegenüber #Hauptstadteishockey, dass er den Eisbären “die Treue geschworen hat.”
In der finnischen U20-Liga war Ancicka mit einer Fangquote von 91,8% der drittbeste Goalie der Liga.

Sportlich war Ancicka zuletzt im Februar 2020 in Berlin. Beim U19-Fünf-Nationen-Turnier spielte er in zwei von vier Spielen gegen Finnland und die Schweiz.

Ob sich Ancicka mit der frühen Rückkehr aus Finnland nach Berlin einen Gefallen getan hat bleibt abzuwarten. Mathias Niederberger wird sicherlich nicht viel seiner Eiszeit abgeben und wir sahen in Berlin schon viele Goalie-Talente, die hinter einer zu großen Nummer 1 verbrannt wurden und sich nicht richtig weiterentwickeln konnten. Ein bis zwei weitere Jahre in Finnland zur Entwicklung hätten sicher nicht geschadet. Im #Hauptstadteishockey Podcast sagte der Autor dieser Zeilen das auch schon des öfteren in den vergangenen Ausgaben.
In Zeiten der Corona-Pandemie und fehlender Einnahmen ist die Personalie Ancicka aber zumindest wirtschaftlich eine vernünftige Entscheidung.

Neben Tobias Ancicka kehrt auch der 16-jährige Haakon Hänelt nach Berlin zurück. Die letzten drei Spielzeiten verbrachte Hänelt in der Akademie von Red Bull Salzburg. Wenn man sich bei seinen ehemaligen Trainern und sportlichen Entscheidungsträgern umhört, haben die immer noch eine sehr hohe Meinung von ihm.
Eisbären Juniors-Trainer Hardy Gensel coachte Hänelt über drei Jahre.
Er sagte gegenüber #Hauptstadteishockey: “Haakon ist ein Allrounder. Wie Florian Busch und Constantin Braun kann er im Sturm aber auch in der Verteidigung spielen. Er hat einen sehr hohen Hockey-IQ. Von den Jungs, die vor drei Jahren von den Juniors nach Salzburg gewechselt sind, hatte er das höchste Potenzial. Ich bin froh, dass er wieder zurück in Berlin ist.”
Gensel erwartet nicht, dass Hänelt trotz seines jungen Alters fest im DNL-Kader zu finden ist. Er sieht ihn eher im DEL2-Kader der Lausitzer Füchse mit einigen Einsätzen für die DNL aber auch möglichen Einsätzen in der DEL.

#Hauptstadteishockey – Europascout Robert Klemm hat Hänelt bereits am 27. Dezember 2019 in der Schweiz gescoutet.

Offensichtlich versuchen die Eisbären ihren, in den letzten Jahren, geschrumpften Prospect-Kader wieder aufzufüllen und investieren wieder vermehrt in die Spielerentwicklung nachdem in den letzten Jahren Cedric Schiemenz, Maximilian Adam, Nino Kinder, Tobias Ancicka und während der laufenden Saison 2019/2020 Jukka Schotter, Charlie Jahnke, Maximilian Franzreb und Jake Ustorf die Organisation verlassen haben. Nun sind zumindest neben Hänelt auch Ancicka und Kinder wieder zurück. Mit Thomas Reichel, Sebastian Streu, Fabian Dietz, Eric Mik und vorerst auch noch Lukas Reichel ist man vorerst in Berlin gut aufgestellt. Einzelne Prospects werden noch von den Juniors über die Lausitzer Füchse ihre Chance im Profi-Eishockey bekommen. Um nur einige mögliche Namen zu nennen: Eric Steffen, Oliver Noack, Ernesto Klem, Tamas Kanya, Alexander Boyarin und Tim Junge.
Aktuell ist es nicht nur wirtschaftlich sinnvoll auf günstige Talente zu setzen sondern auch sportlich klug, wenn man an die Zukunft denkt.
Apropos Talente: Mit Taro Jentzsch und Nico Appendino sind gerade zwei weitere Talente mit Berlin-Bezug zurück in die DEL gewechselt. Auf die Jungs sollte man auch ein Auge haben.

Uunter der Saison haben wir im monatlichen #ProspectReport ein Auge auf die jungen Spieler der Eisbären Berlin. Jetzt, während der Sommerpause, könnt Ihr gern nochmal in den alten Ausgaben der letzten Jahre stöbern.

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