Eisbären Game Recap Viertelfinale Spiel 3 – Alte Verhältnisse

Spiel 3 des Viertelfinal-Duells zwischen RB München und den Eisbären Berlin entscheidet der Titelverteidiger mit 4:1 für sich und geht in der Serie mit 2:1 in Führung.

  • Die Münchener mussten im dritten Spiel der Serie auf Yannic Seidenberg verzichten. Der Verteidiger wurde für seinen Check gegen Austin Ortega in Spiel 2, für ein Spiel gesperrt. Die Eisbären traten mit dem selben Kader an, der am Freitag 4:0 gegen die Bayern gewinnen konnte.
  • Auch im dritten Spiel hatte München gleich zu Beginn eine Druckphase. Im Unterschied zu den ersten beiden Spielen, kamen sie in der Phase auch zum Torerfolg und gingen das erste Mal in der Serie in einem Spiel in Führung (wenn man vom Overtime-Siegtor in Spiel 1 absieht). Danach spielte München befreit auf. Über 40 Minuten dominierten sie das Spiel, trafen zum 2:0 in Unterzahl und erzielten das 3:0 im Powerplay. Der Anschlusstreffer von Sean Backman gab den Eisbären zwar etwas Hoffnung, letztlich spielten es die Bayern aber souverän zu Ende.
  • Auch im dritten Spiel gab es wieder die Wortgefechte und Gerangel nach Abpfiff. Man merkt, dass sich ein Großteil der Spieler bereits im Finale der letzten Saison gegenüberstanden. Mauer und Hager auf Münchner Seite, Aubry und Sheppard auf Berliner Seite, waren immer wieder dabei, wenn es ruppig wurde.
  • Zum Ende lieferten sich Mark Olver und Ryan Button eine kleine Schlägerei, bei der der Münchner einen deutlichen Punktsieg einfahren konnte. Auf Twitter las ich den Vergleich zu Kölns Moritz Müller, der im ersten Spiel der Serie von Köln gegen Ingolstadt wild auf Ingolstadts Ramoser einprügelte. Der Unterschied besteht hier allerdings darin, dass Button als Verteidiger nicht aus Versehen den Faceoff wenige Sekunden vor Schluss in der eigenen Zone nimmt. Außerdem nicken sich beide Spieler vor Einwurf der Scheibe zu, somit ist zumindest davon auszugehen, dass Olver wusste, was passieren wird. Dass sich Olver offenbar in seiner Gewichtsklasse vertan hat, steht auf einem anderen Blatt Papier. Die Aktion war unnötig, sie hatte auch keinen Punkt. Mal ganz davon abgesehen, dass Olver 3/4 der Saison mit einer Verletzung des Handgelenks verpasst hat.
  • Schon beim Game Recap zu Spiel 2 schrieb ich, dass die Eisbären bei eigener Überzahl so variabel wie lange nicht spielen. Sie nutzen mehrere Optionen, eine Weitere zeigte sich beim Anschlusstreffer von Backman. Über Noebels und DuPont gelangte die Scheibe von der rechten Seite zu Ortega am linken Bullykreis. Durch diese schnelle Scheibenbewegung wurde das Penaltykilling der Münchner bewegt und es öffnete sich eine große Lücke in der Mitte. Ortegas harten Pass auf den Schläger von Backman, lenkte dieser perfekt in den rechten Winkel ab.
  • Als ein Problem der Serie – aus Sicht der Eisbären – entwickeln sich die Faceoffs. Nur 38% der Anspiele konnten die Eisbären in den bisherigen drei Spielen für sich entscheiden. Unter den Viertelfinalisten ist das der schwächste Wert. Nun wird die Bully-Quote in meinen Augen häufig überbewertet, wenn aber, wie in dem Fall München, eine Mannschaft ein so deutliches Übergewicht hat, dann kann man daran schon etwas ablesen. Vereinfacht heißt halt jedes verlorene Bully auch, dass man sich den Scheibenbesitz erst wieder erarbeiten muss. Einen entscheidenden Bully verloren sie im ersten Spiel, der zum Siegtor für München führte und zeigt damit, wie wichtig gewisse Kleinigkeiten in den Playoffs sein können.
  • Im dritten Spiel zeigte München über weite Strecken, zum ersten Mal in dieser Serie, was sie spielen können, wenn sie ihr Potential abrufen. Es hat gezeigt, dass die Eisbären ihre absolute Top-Leistung abrufen müssen, um gegen München zu bestehen. Kleine Fehler bestrafte München am Sonntag sofort. Letztlich war es aber auch nur ein Spiel und die Eisbären haben am kommenden Freitag die Chance, die Serie erneut auszugleichen.

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