Eisbären Game Recap #20 – Reaktion zeigen

Nach einem mauen 1:2 gegen die Straubing Tigers, zeigten die Eisbären Berlin am Sonntag eine deutliche Leistungssteigerung und schlugen den ERC Ingolstadt mit 6:2.

  • Nachdem es am vergangenen Wochenende das Experiment gab, Maxim Lapierre und Lukas Reichel nicht gemeinsam in einer Reihe aufzustellen, stellte sie gegen Straubing und Ingolstadt wieder in einer Formation auf. Als dritten Spieler in der Reihe wählte das Trainerteam Austin Ortega. Freitag blieb die Reihe relativ blass. Am Sonntag sorgten sie für die frühe Führung. Reichel und Lapierre waren auch an den anderen beiden Berliner Treffern im ersten Drittel beteiligt. Lapierre traf ein weiteres Mal, beide waren die Vorbereiter des dritten Treffers durch PC Labrie.
  • Gegen die Straubing Tigers überstanden die Eisbären die Anfangsoffensive der Gäste. Danach kamen sie besser ins Spiel, hatten in weniger als fünf Minuten 14 Schüsse auf der Uhr und Leo Pföderl schoss das 1:0. Im zweiten Drittel flachte das Spiel komplett ab. Es war nicht schön anzusehen. Völlig ideenlos und unkreativ war das Spiel der Eisbären. Straubing hatte dem nicht viel hinzuzugeben. Im Powerplay glichen die Tigers aus und nach einer vergebenen 3 auf 1 Situation der Berliner, erzielten sie den Siegtreffer.
  • Constantin Braun hat derzeit keine einfache Rolle im Kader. Als siebter Verteidiger steht er zwar immer wieder auf dem Spielbericht, zu vielen Einsätzen kommt er jedoch nicht. Seit der Rückkehr von Mark Olver greift das Trainerteam wieder auf vier Sturmreihen zurück. In dieses Kombinationen findet Braun kaum einen Platz. Gegen Straubing war es seine absolut blöde Strafe, die zum 1:1 im Powerplay durch die Tigers führte. Insgesamt kam er Freitag auf knapp 10 Minuten Eiszeit. Am Sonntag hatte er mit 1:34 Minute weniger Eiszeit als Fabian Dietz (1:55), für den das Spiel allerdings bereits in der 35. Minute beendet war.
  • Das frühe 1:0 gegen den ERC Ingolstadt am Sonntag war das zehnte Saisontor von Maxim Lapierre. Der Treffer selbst entsteht aber nur, weil Lukas Reichel hinter dem Ingolstädter Tor den Puck gegen zwei Verteidiger behaupten kann. Daraus entsteht die erste Chance. Danach ist Reichel am schnellsten an der Halbbande und legt sie Jonas Müller auf, der sie direkt aufs Tor schießt. Lapierre hält sein Schläger rein und fälscht unhaltbar ab. Reichels Arbeit hinter dem Tor, ein kleines Detail mit großer Auswirkung.
  • Ich habe mir den Check von Fabian Dietz gegen Dustin Friesen im zweiten Drittel des Spiels gegen Ingolstadt, etliche Male angesehen. Ich verstehe nicht, weshalb Dietz dafür eine 5+Spieldauer bekommen hat. Bei einer strengen Linie hätte ich eine kleine Strafe wegen übertriebener Härte nachvollziehen können. Diese strenge Linie hatten die Schiedsrichter in dem Spiel bis zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht. Nickligkeiten, wie Stockschläge abseits des Spielgeschehens, wurden im gesamten Spielverlauf nicht geahndet.
    Dietz macht bei seinem Check aus meiner Sicht nichts falsch. Er trifft seinen Gegner an der Schulter. Aus dem Gleiten, nimmt nicht extra Anlauf und geht nicht überhart in den Kontakt mit seinem Gegner. Dabei trennt er Friesen vom Puck. Dass dieser vom Check überrascht wird, könnte auch daran liegen, dass ihn keiner seiner Mitspieler vor dem herannahenden Gegenspieler gewarnt hat. Die Verwirrung wurde dadurch perfekt, dass zum Zeitpunkt des Checks kein Arm der Schiedsrichter nach oben ging. Einen Pfiff gab es auch nicht, als Dietz die Scheibe unter Kontrolle brachte. Erst als das Gerangel vor der Ingolstädter Bank begann, wurde das Spiel unterbrochen.
  • Nach dem Spiel am Freitag, hat Serge Aubin von seiner Mannschaft am Sonntag eine Reaktion erwartet. Diese lieferte sie vom ersten Bully des Spiels gegen Ingolstadt. Sie fuhren viele Checks, arbeiteten in den Ecken und erspielten sich früh eine Führung. Die Special Teams erzielten drei Tore (2 Powerplay-, 1 Unterzahl-Treffer).
    Im ersten Drittel ließen sie noch sehr viele Pässe durch die neutrale Zone zu. Dies besserte sich im Verlauf des Spiels. Auch das ist ein Zeichen des Erwachsenwerdens einer Mannschaft im Verlauf der Saison.

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