Eisbären Game Recap #18 – Gefährliche Führung

Am vergangenen Wochenende vergangenen Wochenende gaben die Eisbären Berlin gegen den ERC Ingolstadt und die Schwenninger Wild Wings jeweils eine zwei Tore Führung aus der Hand. Gegen Ingolstadt verloren sie 4:5 im Penaltyschießen. Gegen die Wild Wings reichte es am Ende zu einem 5:3 Auswärtssieg.

  • Lukas Reichel erzielte am Sonntag seinen neunten Treffer der Saison. Somit steht er nun bei 18 Punkten, da er ebensoviele Tore bislang vorbereiten konnte. Von den drei 17-Jährigen, die in dieser Saison stetig im Draft-Ranking steigen (Stützle, Peterka, Reichel), hat Reichel die meisten Tore geschossen.
    In der letzten Woche schrieb Wally einen Artikel über Reichels Aufstieg im NHL Draft Midterm Ranking. Mittlerweile kann er sich berechtigte Hoffnungen machen, bereits in der ersten Runde von einem NHL Team gedraftet zu werden. Auch Hannes hat in der letzten Woche über die Entwicklung von Reichel einen Beitrag geschrieben, der sich vor allem mit der statistischen Analyse von Reichels Spiel befasst.
  • Am Freitag wurden Lukas Reichel und Maxim Lapierre etwas überraschend noch voneinander getrennt aufgestellt. Überraschend, weil Lapierre neben Reichel in dieser Saison einen Punkteschnitt von 0,83 Punkten pro Spiel hat. Wenn die beiden nicht in einer Reihe spielen, sinkt Lapierres Schnitt auf 0,36 Punkte pro Spiel.
    Dies änderte das Trainerteam am Sonntag wieder und stellten die beiden wieder gemeinsam auf. Gemeinsam mit Austin Ortega bilden sie eine zweite Offensive Gefahr hinter der Pföderl-Sheppard-Noebels Reihe.
  • Noebels verzeichnete im Spiel gegen Schwenningen vier Vorlagen. Es war das dritte Spiel in Folge und bereits sein zwölftes Spiel der Saison, in dem er zwei oder mehr punkte sammeln konnte. Acht Punkte konnte er in den letzten drei Spielen verbuchen. Mit 20 Vorlagen und 18 Toren steht er bei 38 Punkten.
  • Warum es im Eishockey heißt, eine zwei Tore Führung sei die gefährlichste Führung, haben die Eisbären am Wochenende eindrucksvoll gezeigt.
  • Special Teams werden wieder zum Problem. Im Januar liegt das Berliner Powerplay in der Liga auf Platz 11. In Unterzahl waren im Januar nur die Grizzlys Wolfsburg schlechter. Am vergangenen Wochenende kassierten die Eisbären vier Gegentore in Unterzahl. Dass Schwenningen am Sonntag zwei Drittel lang im Spiel war, lag vor allem am Penalty Kill und der schwachen Berliner Überzahl. Schwenningen verteidigte die Unsicherheit des Berliner Powerplays auch sehr clever. Immer wieder übten sie sehr starken Druck auf den scheibenführenden Spieler aus, um diesen zu einer schnellen Entscheidung zu drängen. Bei Reichels Powerplay Tor ging dies schief, weil die Eisbären die Scheibe schnell bewegten. In vorangegangenen Powerplays führte es allerdings auch zu Scheibenverlusten und resultierte in fehlenden Druck bei einem Spieler mehr. Die Playoffs rücken immer näher und es wird langsam Zeit, dass beim Powerplay ein klarer Plan zu erkennen ist. Auch feste Formationen, wie sie in Unterzahl seit Wochen fix sind, sollten so langsam gefunden werden.
  • Sebastian Dahm hatte in den fünf Spielen vor der Verpflichtung von Justin Pogge eine Fangquote von 94 Prozent. Pogge hat nach seinen ersten fünf Einsätzen in Berlin eine Fangquote von 88 Prozent. Dahm bekam fünf Gegentore weniger, musste aber knapp 30 Schüsse mehr halten als Pogge. Und beim Gegentorschnitt – ach was red ich – der Gegentorschnitt ist KEINE Torhüter-Statistik! Was ich sagen will ist: Die Eisbären Berlin haben ein Torwartproblem!1!!11!11
  • Das Tor zum 1:0 am Sonntag in Schwenningen war der 250. DEL Punkt für Leo Pföderl.
  • Nach erfolgreichem Klassenerhalt mit der U20 Nationalmannschaft und guten Leistungen in der DEL2, stand Eric Mik stand in beiden Spielen am Wochenende im DEL- Kader. Gespielt hat er nicht eine Minute. Klar Eric Mik ist 19 Jahre alt und ich bin nicht so naiv und denke er könne auf Anhieb 25 Minuten pro Spiel in der DEL abreißen. Warum er allerdings nicht 2-3 Wechsel pro Drittel bekam, ist für mich unverständlich. Klar hilft es seiner Entwicklung, bei den Profis zu trainieren. Allerdings ist Spielpraxis eben noch wichtiger und demnach wäre es am vergangenen Wochenende für Mik wahrscheinlich besser gewesen, hätte er für die Lausitzer Füchse in der DEL2 gespielt.

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