Eisbären Game Recap 11 – Punkte verschenkt

Die Eisbären Berlin gewinnen am ersten Adventswochenende klar gegen Krefeld (4:1) und verlieren gegen die Grizzlys Wolfsburg im Penaltyschießen (5:6). Gerade die verlorenen Punkte gegen Wolfsburg sind ärgerlich.

  • Leo Pföderl hatte das vergangene Wochenende aufgrund einer Verletzung passen müssen. Gegen Krefeld rückte er wieder in den Kader. Er erzielte gegen den KEV einen Treffer und bereitete am Sonntag gegen Wolfsburg zwei Tore vor. Damit setzte er seine Punkteserie, die er vor seiner Verletzung begonnen hatte, fort. In sieben Spielen in Folge hat Pföderl gepunktet. Sieben Tore und vier Vorlagen sammelte er bisher in diesem Zeitraum. Es ist die längste aktive Serie der DEL.
  • Am 27.10. mit dem Spiel gegen den München begann Pföderl Punkteserie. Zu diesem Zeitpunkt hatte er ein Tor und eine Vorlage auf dem Konto. Seine Erfolgsquote bei Schüssen lag bei 3,33 Prozent. In den vergangenen sieben Spielen hat er eine Schussgenauigkeit von über 30 Prozent. Im gesamten Saisonverlauf liegt der Wert bei 16 Prozent.
  • James Sheppard konnte gegen Krefeld zwei Treffer vorbereiten. Er hat nach 22 Spielen aktuell 12 Punkte auf dem Konto. Damit ist er auf dem Weg am Ende der Saison 30 Punkte zu haben. Dies entspricht seinem Schnitt der vergangenen Jahre. In der ersten Eisbären-Saison hatte er 33, im zweiten Jahr 34 Punkte.
  • Gegen Krefeld haben die Eisbären sehr viel richtig gemacht. Konstant über 60 Minuten Druck gemacht. Das Schussverhältnis war klar auf Seiten der Berliner. Im dritten Drittel haben sie etwas den Fuß vom Gas genommen, aber das ist nicht ungewöhnlich bei einer 4:0 Führung. In Unterzahl blieben sie ohne Gegentor (4/4) und nutzten einer der beiden Powerplay-Möglichkeiten.
  • Am Sonntag sah es dann etwas wilder aus. Wolfsburg wollte mitspielen und gewann am Ende in der Skills Competition. Dabei sollte man sich vom 10. Platz der Niedersachse nicht blenden lassen. Die Grizzlys hatten vor der Partie hinter Mannheim, Straubing und den Eisbären die viertbesten Puckbesitzzahlen (CF%) bei 5gegen5. Es ist sogar eher so, dass die Wolfsburger im bisherigen Saisonverlauf eher unterperformt haben (98 PDO)
  • Dennoch war das kein Spiel, welches die Eisbären verlieren mussten. Dreimal haben sie sich von Rückständen zurückgekämpft und sind jeweils in Führung gegangen. Wolfsburg fand allerdings auch selbst immer wieder eine Antwort.
  • In der aktuellen Episode des #Hauptstadteishockey Podcast haben wir über die wenigen Einsätze von Maximilian Franzreb gesprochen. Am Sonntag durfte er, nachdem Wolfsburg das Spiel in weniger als einer Minute gedreht hatte, in der 27. Minute ins Tor. Es war sein vierter Einsatz in dieser Saison. Er machte ein gutes Spiel, kassierte nur ein Gegentor und zeigte im Penaltyschießen eine riesige Parade.
  • Es ist zu schade, dass Schiedsrichter in der DEL nicht verkabelt sind. Zu gern hätte ich den Grund dafür gewusst, warum der Treffer von Marcel Noebels im Penaltyschießen nicht gezählt hat. In der Wiederholung erkennt man, dass Pickard die Scheibe wohl leicht berührt, als Noebels sich den Puck von der Vorhand auf die Rückhand legt. Laut DEL Regelwerk gilt ein Penaltyschuss als beendet, wenn der Torhüter den Puck gehalten hat.
    Für mich hat er ihn nicht gehalten, berührt hat er die Scheibe eventuell schon. Wenn das reicht, um den Penalty zu beenden, dann ist das so. Es würde allerdings helfen, wenn die Schiedsrichter ihre Entscheidung in irgendeiner Form auf dem Eis erklären müssten. Warum gehen sie zum Videobeweis und warum wurde die Entscheidung so getroffen? Es würde enorm dabei helfen, das Verständnis zu fördern und Entscheidungen nachvollziehbarer zu machen.
  • Die Vorlage von Lukas Reichel auf Maxim Lapierres Treffer war wieder mal ein Beispiel dafür, dass Reichel auf einem anderen Level denkt, als viele andere Spieler. Zunächst gewann er das Duell um den Puck an der Bande. Er stellte fest, dass der Weg nach rechts nicht frei war, da sich ein weiterer Wolfsburger und ein Berliner dort in seine Richtung bewegten. Mit der Rückhand legte er sich die Scheibe über die Bande hinter seinem Rücken auf die Vorhand. Damit verschaffte er sich Raum und ließ seinen Verteidiger stehen. Außerdem lockte er einen weiteren Wolfsburger Verteidiger aus dem Slot auf sich. Dies öffnete den Raum für Lapierre, der ihn für seinen Direktschuss zum 5:4 nutzte.

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