Eisbären Game Recap 10 – Qualitätsunterschiede

In dieser Woche fällt das Game Recap zum Wochenende der Eisbären Berlin etwas schmaler aus, als ihr das gewohnt seid. Das hat vor allem zeitliche Gründe. Beide Spiele konnte ich nicht komplett sehen. Es würde sich das einfach nicht richtig anfühlen irgendwelche Gedanken anhand des Tickers zu äußern. Außerdem haben wir viele Themen bereits für unsere nächste Podcast-Aufzeichnung am Dienstag auf der Liste.

Am Freitag gingen die Eisbären 3:7 in Mannheim unter. Nach einem Wochenende, an dem sie ligaweit die wenigsten Schüsse zugelassen hatten. Bremerhaven und Iserlohn schossen bei 5gegen5 zusammen nur 26-Mal aufs Tor der Eisbären. Die Adler hatten am Ende 35 Schüsse (21 bei 5gegen5). Mannheim war von Beginn an besser, etablierte früh den Forecheck und ließ die Eisbären gar nicht ins Spiel kommen. Sebastian Dahm dürfte noch immer schwindelig vom ersten Treffer der Adler sein.

Zudem gelang den Eisbären ein seltener Special Team Hattrick. Wobei man auf diese Leistung eher weniger stolz sein dürfte. Sie schossen ein Powerplay-Tor, kassierten ein Gegentor in Unterzahl und ließen einen Shorthander zu. Dass die Eisbären im letzten Drittel mehr Spiel gehabt hatten, wird an den s.g. Score Effects gelegen haben. Einfach gesagt, nehmen Mannschaften mit einer hohen Führung den Fuß vom Gas, sodass der Eindruck entsteht, das zurückliegende Team stünde kurz vor einem Comeback.

Ein Comeback feierte auch Dahm am Sonntag. Denn nachdem er am Freitag gegen Mannheim nach vierzig Minuten erlöst wurde und von Maximilian Franzreb ersetzt wurde, durfte er am Sonntag gegen Augsburg wieder von Anfang an in den Kasten. So wartet Franzreb weiter auf seinen zweiten Start in dieser Saison.

Die Antwort auf das Spiel in Mannheim, gaben die Eisbären am Sonntag. 4:0 schlugen sie die Augsburger Panther. Austin Ortega erzielte einen Treffer, bereitete zwei weitere Treffer vor. Er ersetzte an diesem Wochenende Leo Pföderl, der verletzt ausfiel, in der Reihe neben James Sheppard und Marcel Noebels. Maxim Lapierres Vorlage zum achten Saisontor von Lukas Reichel, war der vierte Punkt im vierten Spiel in Folge für den 34-Jährigen.
Mit zwei scorenden Reihen werden die Eisbären in dieser Saison viele Spiele gewinnen. Zumal die dritte Reihe (Aubry/Ferraro) im Spiel gegen Augsburg nicht punkten konnte.

Auffällig war, wie aktiv die Verteidiger im Spiel gegen den AEV agiert haben. Jonas Müller hatte im ersten Drittel mehr Zeit mit dem Puck hinter dem gegnerischen Tor als manch angreifender Center in drei Spielen. Vor allem die Bewegung von der Vorhand auf die Rückhand, durch die er sich immer wieder Platz verschaffen konnte, haben wir in dieser Saison noch viel zu selten gesehen. Auch Kai Wissmann kam immer wieder aktiv tief in die gegnerische Zone.

Grundsätzlich schießen die Eisbären noch immer zu viel von der blauen Linie. Zumal gegen einen Gegner wie Augsburg, der vor dem Tor alles sehr eng macht, finden die Scheiben selten den direkten Weg zum Tor. Ja, Abpraller können für Chaos sorgen und zweite Chancen ermöglichen, sollten aber nicht der erste Weg im Angriff sein. Vor allem nicht, wenn man so viele spielstarke Spieler im Kader hat.

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