Eisbären Game Recap 06 – Hol die Kelle raus

Am Wochenende verloren die Eisbären zunächst gegen die Düsseldorfer EG (0:4) und blieben erstmals seit dem zweiten Spieltag, ohne eigenes Tor. Am Sonntag erfolgte zu Hause die Wiedergutmachung gegen die Thomas Sabo Ice Tigers (6:2). Nach einem Viertel der Saison befinden sich die Eisbären auf dem sechsten Tabellenplatz.

  • Fast fünf Stunden war die DEG ohne eigenes Tor bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis, als Maximilian Kammerer am Freitag in der zweiten Minute zum 0:1 für die DEG traf. Die Antwort der Eisbären, auf das frühe Gegentor, blieb aus. Strafen und unsauberes Spiel brachten sie aus dem Fluss. Zu Mitte des Spiels, entschied die DEG innerhalb von fünf Minuten, mit zwei schnellen Treffer, das Spiel.
  • Auf die Niederlage gegen Düsseldorf reagierte das Berliner Trainergespann vor dem Spiel gegen Nürnberg mit Reihenumstellungen. Marcel Noebels und James Sheppard spielten wieder gemeinsam in einer Formation. Leo Pföderl durfte in seinem ersten Spiel gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber in der ersten Reihe spielen.
    Austin Ortega rückte zu Maxim Lapierre und Lukas Reichel. Die neuformierte dritte Reihe bildeten André Rankel, Louis-Marc Aubry und Landon Ferraro. Marc Olver, PC Labrie und Fabian Dietz/Sean Backman fanden sich in der vierten Reihe.
  • Sean Backman war am Sonntag das erste “Opfer” des neuen Konkurrenzkampfes auf den Flügelpositionen im Sturm. Er teilte sich die Rolle des 13. Stürmers mit Dietz.
  • Ferraro gab am Freitag in Düsseldorf sein Debüt, aber mehr als ein Check gegen Tobias Eder in seinem ersten Wechsel, bleibt von seinem Debüt nicht in Erinnerung. Eder fehlte der bereits dezimierten DEG den Rest des Spiels und fiel auch am Sonntag in Köln mit einer leichten Gehirnerschütterung aus.
    So blöd es klingt, vor allem wenn man die Verletzung Eders im Hinterkopf hat, Eder hat beim Check von Ferraro das Pech, dass es diesen Check in Europa selten bis gar nicht gibt. Der Hit war die Definition von “finish your check” – Fahre jeden Check zu Ende. In Europa kommt dies seltener vor, die größere Eisfläche trägt ihren Teil dazu bei. Eder chippte kurz vor der eigenen Bank die Scheibe aus der eigenen Zone, einen Augenblick später fuhr Ferraro seinen Check zu Ende, den 99 von 100 Spielern in Europa nicht fahren. Er sprang nicht, er ging nicht zum Kopf, er nahm nicht zusätzlich Tempo auf etc. Es war ein harter, sauberer Hit, mit dem Eder nicht gerechnet hat.
  • Von Ferraros Heimspiel Debüt bleibt mehr als nur ein Check in Erinnerung. Vier Punkte sammelte er beim Sieg gegen Nürnberg. Er schoss zwei Tore und bereitete zwei Treffer vor. Gegen die DEG spielte Ferraro bereits fast viereinhalb Minuten in Unterzahl. Am Sonntag kam er auch in Überzahl zum Einsatz.
  • Stell dir vor, du machst vier Punkte in einem Spiel und niemand bekommt es mit Part 1.
    André Rankel bekommt in den letzten Jahren jede Menge Kritik an seiner Person, seinem Spiel und seiner Rolle als Kapitän. Zum Teil ist diese Kritik volkommen überzogen. Zum Teil ist sie gerechtfertigt. In dieser Saison geht es für Rankel hoch und runter. Dies betrifft seine Leistung und seine Position im Line-Up. Mal spielt er in der vierten Reihe auf der Centerposition. Dann spielt er an der Seite von Lukas Reichel und Maxim Lapierre.
    Am Sonntag kam Rankel an der Seite von Louis-Marc Aubry und Landon Ferraro zum Einsatz. Die Reihe erzielte vier Tore, Rankel assistierte bei jedem Treffer. Nicht schlecht und wär die große Nachricht, hätte Ferraro im selben Spiel nicht ebenfalls vier Punkte gesammelt und dabei zwei Tore erzielt.
  • Stell dir vor, du machst vier Punkte in einem Spiel und niemand bekommt es mit Part 2.
    Louis-Marc Aubry erzielte gegen Nürnberg auch zwei Treffer und bereitete beide Tore von Ferraro vor. Ferraro und Aubry kennen sich bereits aus der American Hockey League, wo sie bereits bei den Grand Rapids Griffins zusammen spielten. Scheinbar haben sie die Chemie nun auch in Berlin gefunden.
  • Die Eisbären haben seit sechs Spielen kein Gegentor in Unterzahl kassiert und das obwohl sie im Schnitt viermal pro Spiel in Unterzahl spielen müssen. Düsseldorf, immerhin das beste Powerplay der Liga, blieb am Freitag in sechs Versuchen ohne Torerfolg. Auch die Powerplay-Quote von 20% in den letzten sechs Spielen, kann sich sehen lassen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.