Ausverkauftes Doppelheimspielwochenende

Als Stadionsprecher Uwe Schuhmann am Samstag kurz vor Spielende verkündete, dass der Wellblechpalast zu Hohenschönhausen ausverkauftes Haus meldet gab es einiges Gelächter auf den Rängen. Der stenografische Dienst im Deutschen Bundestag hätte die Situation im Plenarprotokoll mit “allgemeiner Erheiterung” festgehalten.
Auf das sportliche Geschehen möchte ich in diesem kurzen Artikel gar nicht eingehen, da das von den Leuten, die sich besser damit auskennen in dieser Woche noch im #Hauptstadteishockey Podcast besprochen wird.
Ich möchte für die Fans, die am Wochenende nicht dabei sein konnten, kurz was von der Arena-Experience, wie man im neudeutschen Marketing-Denglish sagt, schreiben.

Da ich immer mindestens 30 Minuten vor der “Deadline” ähm vor dem Einlass vor Ort bin, hatte ich Samstag beim warten auf den Einlass mitbekommen, wie die OrdnerInnen vom Sicherheitsberater der Eisbären gebrieft wurden und mir hat die klare Haltung gefallen, wie das Hygienekonzept durchgesetzt werden sollte.

“Wer keine Maske hat. – Kommt nicht rein.”
“Wer keinen Ausweis oder Führerschein zum Ticket hat. – Kommt nicht rein.”
“Keine Diskussionen…”
etc.

Da die Eisbären der Presse schon vorab den Anwesenheitsbogen via Mail geschickt hatten, konnte man ihn auch schon Zuhause ausfüllen und das sparte auch Zeit beim Einlass so das sich keine langen Schlangen bildeten.
Im Wellblechpalast war auch alles strukturiert. Bei den Sitzplätzen sollte in einer Reihe sollten zwischen jedem Fan zwei Plätze frei bleiben und nach vorne und hinten sollten jeweils zwei Reihen frei bleiben. Bei den Stehplätzen waren die einzelnen Stehplätze auch markiert, damit man genügend Abstand zum Nachbar hatte. (Siehe Titelbild)


Im Gegensatz zum ersten DNL Spiel (Eisbären Juniors vs. EV Landshut) bildeten sich diesmal keine Menschenansammlungen. Die OrdnerInnen achtet mit Argusaugen darauf, dass alle nötigen Abstände gewahrt blieben. Am Samstag blitzte hier und da auch mal eine Nase unter der Maske hervor aber beim zweiten Spiel wurde von den OrdnerInnen auch darauf geachtet. (Das gab einen Extra Pluspunkt von mir.)

Kommen wir zur Stimmung: Singen war behördlich untersagt und Trommeln waren im Wellblechpalast auch nicht zu hören. Ab und zu wurde auch mal geklatscht, wenn die Spielsituation es erforderte und ganz ehrlich, ich fand das alles gar nicht so schlecht.
Für jemanden wie mich, der schnell von dem ewiggleichen Dauersingsang genervt ist, war das doch recht entspannt (Sorry, Fans!).

Ein Fragezeichen hatte ich persönlich noch bzgl. der Presseplätze. Während in den ersten beiden Reihen jeweils nur drei Leute sitzen durften drängelte man sich in der dritten Reihe bei Sprade TV zu fünft.
Dazu passt auch, dass sich sieben Leute im Kampfgericht auf engsten Raum aufhielten.
Die beiden Sachen passten irgendwie überhaupt nicht zum restlichen Erscheinungsbild der Halle.


Sieht man von den letzten beiden Punkten ab, so hat mich das Hygienekonzept doch überzeugt. Es wurde dort, wo es nötig war, energisch durchgegriffen und die große Mehrzahl der jeweils 214 Fans hielt sich eh dran.
Auch die Fanbetreuer Flo und Holli äußerten sich in den sozialen Netzwerken positiv zum Wochenende.

Samstag:

Sonntag:

Nun bleibt nur die Frage, wie lange man so spielen kann und will.

Seid Ihr am Wochenende im Wellblechpalast gewesen? Wenn ja, wie waren eure Eindrücke. Könntet Ihr euch eine Saison so vorstellen oder seid Ihr der Meinung, dass die Saison lieber abgesagt werden sollte, wenn eh nicht alle Fans in die Arenen können und es wirtschaftlich einfach keinen Sinn ergibt so zu spielen.
Lasst es uns bitte bis Dienstag Mittag hier in den Kommentaren wissen, denn dann können wir ein paar Meinungen in die neue Podcast-Episode bringen.




6 Gedanken zu „Ausverkauftes Doppelheimspielwochenende

  • 19. Oktober 2020 um 6:14
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    Wir sehen uns zur Saison 21/22, mal schauen wie viele Vereine dann noch dabei sind – aller Versprechen der Mäzene zum Trotz.

    Selbst wenn die Kaufland-DEL bessere TV Verträge und damit deutlich höhere Einnahmen hätte, die einzig sichere Lösung ist ein Turnier unter Quarantäne wie es im Basketball gezeigt wurde. Aber ne ganze oder jetzt noch halbe Saison auf diese Art? Das wird doch nix.

    Ist zwar alles Kacke, aber Menschenleben gehen vor.

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  • 19. Oktober 2020 um 7:50
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    Ich war am Samstag vor Ort.

    Mir hat das Hygienekonzept auch sehr gut gefallen. Ja, das mit dem Kampfgericht war nicht sehr schön. Aber was sollte man da machen? Alle hatten jederzeit ihre Masken auf.
    Besonders hat mir gefallen, dass sich auch die Fans dran gehalten haben. Das war für mich ein gutes Zeichen. Allerdings stelle ich mir die Frage, ob das in der MBA auch eingehalten werden würde.

    Ich bezweifle persönlich, dass eine Saison stattfinden wird. Leider. Sollte die Saison stattfinden, bin ich sehr gespannt, welche Vereine es sich überhaupt leisten können, vor leeren oder nur sehr spärlich besetzten Rängen zu spielen.

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  • 19. Oktober 2020 um 8:39
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    Hatte leider nicht das Glück an die Tickets zu gelangen.Konnte das Hygienekonzept aber schon zu den Juniorspielen erleben. Es ist schön endlich mal wieder Eishockey live zu sehen, aber an einen Start der Saison glaube ich leider nicht mehr.

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  • 19. Oktober 2020 um 9:18
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    Moin.
    Für das “Bayerische Wochenende” hab ich gar nicht erst versucht ein Ticket zu ergattern. Eishockey werde ich, solange es geht, derzeit in der Regionalliga verfolgen. Auch hier gilt im Welli das oben zitierte Hygienekonzept. Die im Artikel beschriebene Konsequenz war, von Fan- aber insb. Ordnerseite, leider nicht überall zu erkennen (Spiel vs. Füchse). Grund war vielleicht die erkennbare Vertrautheit zwischen den Besuchern und den Ordnern, da wurde, insb. auf den Sitzplätzen, der Zwischenraum und die Pflicht zum Maskentragen mit zunehmender Spielzeit negiert, ohne dass Konsequenzen folgten. Da schwankt man persönlich zwischen “soll’n sie doch machen” und “was für Idioten”. Ergo wäre auch hier das Mitmachen Aller schön.
    Was eine mögliche DEL-Saison angeht: Die Situation für die Spieler, die Vereine und das Eishockey im Allgemeinen ist sicher sehr differenziert zu betrachten und für Außenstehende schwer seriös zu bewerten. Ich kann daher hier nur meine Fansicht beleuchten: Möchte ich quotiert und reglementiert in einer spärlich besetzten MBA sitzen? Möchte ich mich, Hygienekonzept hin oder her, einer zusätzlichen Gefahr aussetzen oder eine solche sein? Kann ich eine Spielzeit auf deutsches Spitzeneishockey verzichten? Da die wöchentlichen Wasserstandsmeldungen eigentlich nur nerven kann die Spielzeit wegen mir ausfallen. Die bezahlte Dauerkarte kann ich nächste Saison in Anspruch nehmen. Auch wenn es schade ist, ein bestimmt gutes Eisbärenteam 20/21 nicht zu erleben, würde ich auf eine Saison 21/22 hoffen.

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  • 19. Oktober 2020 um 11:22
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    Ich war am Sonntag im Welli. Das Hygienekonzept hat mich überzeugt, alle Beteiligten haben ihr Bestes gegeben. Vielen Dank dafür. Wenn man so Eishockey retten kann, würde ich dieses Konzept als kurzfristige Lösung auch weiter befürworten. Eine ganze Saison, wie sie die letzten Jahre gespielt wurde, kann ich mir so aber schwer vorstellen. Werden Spieler positiv auf Covid 19 getestet, müssten Spiele abgesagt werden. Ob das die Kosten und den ganzen Aufwand rechtfertigt, ist fraglich. Vermutlich rechnet sich das am Wochenende gefahrene Konzept finanziell auch nur, wenn genug Geld durch bezahlte Übertragungen reinkäme. Die Übertragung vom Spiel am Samstag habe ich gekauft und war sehr zufrieden. Dafür würde ich wieder Geld ausgeben. Neue Situationen erfordern neue Lösungen und ich denke, das Wochenende war ein kleiner aber guter Anfang.

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  • 20. Oktober 2020 um 7:12
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    Man soll ja ehrlich sein nicht wahr ?
    Ich bin dafür, dass wir sie Saison abblasen.

    Nächstes Jahr von neuen Angreifen wäre nun wahrscheinlich das beste , auch wenn es ein riesen Finanzloch fpr alle Vereine bedeuten würde.

    Aber solange die Politik nicht genug “Corona” gespielt hat, ist eine Saison unmöglich.

    Aber nun auch mal lobende Worte an die , die das Wochenende da waren.
    Danke, dass ihr gezeigt habt, dass wir uns auch an Regeln halten können.

    LG euer Benny

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