Zwischen Genie und Wahnsinn – Eisbären verpflichten Maxim Lapierre

Da ist endlich die Verpflichtung auf die alle gewartet haben. Und sie war die Wartezeit offensichtlich auch wert.
Vom HC Lugano wechselt der Kanadier Maxim Lapierre nach Berlin.
In 694 NHL-Spielen lief der 34 jährige Lapierre für Montreal, Anaheim, Vancouver, St. Louis und Pittsburgh auf, ehe er über Modo (Schweden) nach Lugano in die Schweiz wechselte und dort die vergangenen drei Jahre spielte.
Noch im Dezember gab Lugano die Vertragsverlängerung von Lapierre bekannt. Der bis 2021 laufende Vertrag wurde nun zwei Jahre vor Ablauf aufgelöst, damit Lugano bei den ausländischen Spielern noch Handlungsspielraum hat und jemanden verpflichten kann. Lapierre wollte laut dem Lugano-Manager Hnat Domenichelli nicht der fünfte Ausländer sein, der nur auf der Tribüne sitzt. (In der Schweiz sind nur vier ausländische Spieler pro Team auf dem Eis erlaubt.) Bei seinem neuen Team soll Lapierre “eine größere Verantwortung tragen” so Domenichelli.
Ob sich die Eisbären mit dem Querkopf Lapierre einen Gefallen getan haben, bleibt abzuwarten, denn seine Launen machen ihn unberechenbar, wie die Neue Zürcher Zeitung zu berichten weiß.
Laut NZZ erinnert Lapierre an manchen Momenten an Jack Nicholson im Film Shining: “[…] der Blick ist vergleichbar irr, die Handlungen manchmal unkontrolliert. Lapierre, ist die derzeit vielleicht kontroverseste Figur auf Schweizer Eis, er ist ein Spieler von jenem Schlag, den man für fast ausgestorben hielt.”
War man nicht erst froh mit Kevin Poulin einen Unruhefaktor aus der Kabine bekommen zu haben?
Apropos Kevin Poulin zusammen mit ihm gewann Lapierre auch die Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang.

Mit Lapierre haben die Eisbären einen Spieler verpflichtet, der anscheinend zwischen Genie und Wahnsinn wandelt.
Die Frage wird nur sein, welchen Lapierre wir öfter zu Gesicht bekommen. Den Lapierre, der für seine Bullies, Boxplays und Plays im Slot gelobt wird oder den Provokateur und Trash-Talker Lapierre der zu oft auf der Strafbank sitzt und von der Liga gesperrt wird und seinem Team damit schadet. Eine dieser Szenen haben wir hier: KLICK (Achtet bitte auch auf James Sheppard.) Für diesen Check wurde Lapierre fünf Spiele gesperrt.

Beim ersten Spiel der Eisbären gegen die Adler Mannheim sollte man auf Maxim Lapierre vs. David Wolf achten. Die beiden haben noch eine Rechnung offen.

Erfolge:

– Calder Cup Champion 2007 mit den Hamilton Bulldogs
– Stanley Cup Finalist 2011 mit den Vancouver Canucks
– Spengler Cup Champion 2018 mit Team Canada
– Bronzemedaille mit Team Canada bei den Olympischen Winterspielen 2018
– Schweizer Vizemeister 2018 mit dem HC Lugano (inkl. Playoff Topscorer – 23 Pkt.)

Ehemalige Mitspieler mit Verbindung zu den Eisbären:

– Corey Locke – Montreal Canadiens und Hamilton Bulldogs 2005 – 2008
– Alexander Steen – St. Louis Blues 2013 – 2015
– Kyle Wilson – MODO 2015/2016

P.S. Wir müssen jetzt erstmal die alten Folgen der Reality-TV Show “La maison de : Maxim Lapierre” suchen und schauen.
In dieser Show begleitete in 14 Folgen der kanadische Sender TQS die Familie Lapierre beim einrichten ihres Hauses. INTRO + TRAILER

P.P.S. Macht doch mal den Psychotest der Kollegen von Watson.ch:

Wie viel Prozent Maxim Lapierre steckt in dir?

Update:

Mittlerweile haben die Eisbären Berlin die Verpflichtung bestätigt.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.