Wolfsburg gleicht die Serie mit 4 Powerplaytoren aus: Grizzlys 5 Eisbären 2 (1:1)

Nach dem relativ ungefährdeten 4:1 Sieg in Spiel 1 am Mittwoch, mussten die Eisbären heute in Wolfsburg das zweite Spiel der Serie bestreiten.

Im Vergleich zum Spiel am Mittwoch erreichten die Grizzlys den deutlichen besseren Start und bestimmten das Spiel im ersten Drittel nach Belieben. In der siebten Minute erzielte Höhenleitner in Überzahl das verdiente 1:0 für Wolfsburg. Auch ihre zweite Überzahl nutzten die Niedersachsen. In der 12. Minute war es Pfohl, der zum 2:0 traf. Als 58 Sekunden später Allen auf 3:0 erhöhte, sah es so aus, als sei das Spiel aus Sicht der Eisbären bereits gelaufen. Kurz vor dem Ende des ersten Drittel sorgte Noebels mit dem Anschlusstreffer zum 3:1, für ein kleines Lebenszeichen der Berliner.

Das zweite Drittel war vor allem von vielen Strafen dominiert. Zunächst mussten die Eisbären eine längere Zeit in Unterzahl überstehen. Mehr als ein Pfostenschuss der Wolfsburger sprang dabei nicht heraus. In der 36. Minute sorgte ein Check von Höhenleitner zum Kopf von Buchwieser für Aufregung. Für den Wolfsburger war das Spiel anschließend beendet. Wahrscheinlich war dies auch der Moment, wo die Schiedsrichter die Kontroller über dieses Spiel verloren. In der daraus entstehenden Überzahl traf Backman verkürzte Backman auf 3:2. Zum Ende des zweiten Drittels gerieten Backman und Likens aneinander, woraufhin der Eisbärenstürmer eine 5+Spieldauer-Strafe erhielt.

In der 43. Minute stellte Alex Weiss die 2-Tore-Führung wieder her. Dixon und Noebels lieferten sich in der 53. Minute ein kleines Gerangel. Ähnlich wie Oppenheimer und Likens in der 56. Minute. Oppenheimer reagierte auf einen Check des Wolfsburger Verteidigers gegen Olver und erhierlt 2+2 Strafminuten. Aubin machte mit dem vierten Powerplay-Tor der Wolfsburger den Deckel drauf.

Gedanken:

  • Ja die Eisbären haben vier Gegentore in Unterzahl kassiert. Es war auch vor der Serie bekannt, dass Wolfsburg vor allem über die Special Teams gefährlich werden wird. Grund zur Panik ist es allerdings nicht. Vor allem im zweiten Drittel zeigten die Eisbären, dass die Unterzahl funktionieren kann. Aber das Spiel hat eben auch gezeigt, dass Wolfsburg die Chancen nutzt, wenn man sie ihnen durch unnötige Strafen gibt.
  • Eine Sache, die mir vor allem gegen Mitte des zweiten Drittel aufgefallen ist und sich im dritten Drittel sogar noch verstärkt hat, war die Art, wie die Eisbären ihr Line-Up genutzt haben. Wolfsburg hat derzeit einige Verletzte, vor dem Spiel fiel sogar noch Foucault kurzfristig aus. Während des Spiel wurde die Bank der Grizzlys immer kürzer, spätestens als Höhenleitner eine 5+Spieldauer erhielt, hatten die Eisbären einen großen Vorteil – selbst mit dem Ausfall von Buchwieser und der Strafe gegen Backman. Allerdings erschließt sich mir nicht, warum man diesen Vorteil nicht nutzt und dann vor allem im dritten Abschnitt nur noch 2 1/2 Reihen rotiert. Warum bringt man nicht für ein paar kurze Wechsel, schnelle Stürmer wie Fischbuch oder Ziegler? Wann stand Rihards Bukarts heute länger als 12 Sekunden auf dem Eis?

 

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