Spätes Comeback bleibt unbelohnt: Straubing 4 Eisbären 3 (SO)

Die Eisbären Berlin reisten am Freitag nach Niederbayern, wo sie auf das DEL-Schlusslicht aus Straubing trafen. Nach zuletzt vier Siegen in Serie gab es in Straubing trotz einer späten Aufholjagd, mal wieder eine Niederlage. Die Tabellenführung behalten die Eisbären dennoch.

Zum Spiel:

Straubing fand gut in das Spiel. Bei den Eisbären setzte sich der Trend der Saison fort, dass sie langsam in ein Spiel finden. Besonders mit dem schnellen Umschaltspiel der Tigers, hatten die Berliner so ihre Probleme. Verdient gingen die Bayern in der neunten Minute durch Stefan Loibl, der im Sommer am Development Camp der LA Kings und der Eisbären Berlin in der Hauptstadt teilnahm, in Führung.

Den zweiten Abschnitt begannen die Eisbären etwas besser. Mark Olver konnte früh mit einem Handgelenksschuss in den rechten Winkel den Ausgleich erzielen. Straubing blieb aber insgesamt das wachere Team. In der 35. Minute waren sich Kai Wissmann und Petri Vehanen hinter dem Eisbären Tor nicht einig, unterschätzten in der Situation vielleicht auch den Forecheck der Tigers. Maximilian Renner nutzte den Fehler für die erneute Straubinger Führung. Diese erhöhte Dylan Yeo kurz vor Ende des zweiten Drittels auf 3:1.

Straubing konzentrierte sich im Schlussabschnitt vor allem auf die Defensive. Die Eisbären taten sich zunächst schwer, einen Weg zum Tor der Tigers zu finden. Die gelang ihnen erst in den letzten fünf Minuten. Erst fälschte Marcel Noebels einen Schuss von DuPont ab und überwand Drew MacIntyre. Kurz darauf zog DuPont erneut von der blauen Linie ab und profitierte von einem Fehler des Straubinger Goalies zum späten Ausgleich der Eisbären.

In der Overtime überstanden die Berliner eine Unterzahlsituation, bei der die Tigers zwei Großchancen liegen ließen. Kurz vor Ablauf der fünfminütigen Verlängerung, scheiterte auch Olver am Pfosten und somit musste das Spiel im Penaltyschießen entschieden werden. Dies entschieden die Straubing Tigers mit 2:1 für sich und sicherten sich so den dritten Sieg in Folge.

Und sonst so?

  • Für nachträglichen Diskussionsstoff zwischen Spielern der Eisbären und den Schiedsrichtern sorgte der Penalty von Zalewski. Die Kamerabilder verzerren den Eindruck sicher etwas, dennoch scheint sich der Straubinger Stürmer den Puck kurz vor seinem Schuss für einen Moment nach hinten zu bewegen, somit wäre der Treffer nicht regelkonform. Die Schiedsrichter gaben den Treffer allerdings nachdem sie sich kurz untereinander ausgetauscht hatten. Zum Videobeweis dürfen die Refs in solchen Szenen leider nicht gehen.

  • Es war übrigens bereits das zweite Mal in dieser Saison, dass die Eisbären von einem fragwürdigen Penalty betroffen waren. Gegen die Thomas Sabo Ice Tigers gab es am 20. Oktober diese Szene:

  • Die Eisbären spielten über weite Strecken erneut kein gutes Eishockey. Seit dem 6:3 Sieg gegen die Adler Mannheim vor gut zwei Wochen, tun sie sich etwas schwer in der Offensive. Vielleicht ist es ja ein gutes Omen, dass sie am Sonntag nach Mannheim müssen, um daraus, was aktuell vielleicht nur ein kleines Tief ist – welches jede Mannschaft im Laufe einer Saison ohne Frage hat – keinen Trend werden zu lassen. Außerdem muss man den Eisbären auch zu Gute halten, dass sie trotz einiger schwacher Auftritte in dieser Phase immer punkten konnten.

 

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