Später Backman-Treffer rettet einen Punkt: Nürnberg 2 Eisbären 1 (SO)

Spitzenspiel in Nürnberg – am Freitag mussten die Eisbären Berlin beim Tabellenführer, den Thomas Sabo Ice Tigers ran. Da Aubry, Buchwieser, Rankel und Petersen vorerst ausfallen, rückten Jahnke, Hessler und Adam in den Kader des Rekordmeisters.

Spielverlauf:

Die Eisbären begannen gut, gleich in der ersten Minute hatte traf Danny Richmond die Latte. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Ice Tigers in der neunten Minute durch Fox in Führung gingen. Die Berliner übernahmen im Verlauf des Drittels die Spielkontrolle, jedoch ohne sich klare Torchancen zu erspielen.

Ein ähnliches Bild zeigte sich im zweiten Drittel. Die Eisbären hatten mehr Spielanteile, wirklich für Gefahr sorgten sie allerdings kaum. Die Ice Tigers blieben allerdings nicht ungefährlich und sorgten mit einzelnen Aktionen immer wieder für Gefahr.

Der Beginn des dritten Drittels gehörte zunächst Nürnberg. Die Eisbären brauchten etwas, um wieder in das Spiel zu finden. Danach ähnelte sich der Verlauf den ersten beiden Dritteln. Nürnberg machte nicht so viel für die Offensive, stand aber hinten sehr gut und verstand es, Großchancen der Eisbären zu verhindern. Und wenn es doch mal gefährlich wurde, war Andreas Jenike da. Erst 41 Sekunden vor Schluss konnte Sean Backman mit seinem siebten Saisontor den 1:1 Ausgleich erzielen und das Spiel in die Overtime schicken.

Die Overtime blieb ohne Treffer, also ging es wie schon letzte Woche gegen Krefeld in das Penaltyschießen. Hier hatten die Eisbären das Nachsehen, da Steckel und Dupuis für Nürnberg trafen, die Berliner allerdings ohne Treffer blieben. Unserer Meinung nach, hätte man sich den Penalty von Dupuis jedoch durchaus nochmal auf Video ansehen können.

Gedanken:

  • Es zeichnet sich ein kleiner Trend ab. Drei der letzten vier Spiele gingen über die reguläre Spielzeit hinaus. Alle drei Spiele wurden sogar erst im Penaltyschießen entschieden. Was verbindet diese Spiele? Die Eisbären dominierten sie. Zusammengerechnet haben sie in den letzten vier Spielen ein Schussverhältnis von 270 zu 162 Schüssen. Die Eisbären haben 108 (einhundertacht) mehr Schüsse Richtung Tor abgegeben als ihre Gegner.
  • Wie schon einige Male hier angesprochen, die Eisbären dominieren ihre Spiele, treffen allerdings das Tor nicht. Zumindest ist es in den letzten vier Spielen der Fall, in denen sie nur fünf Treffer erzielen konnten.
  • Es ist vielleicht noch zu früh, aber die schwache Schussquote des Teams hat in der letzten Saison einen ziemlich großen Teil zum relativ schwachen Abschneiden in der Hauptrunde geführt.
  • Ok weg von den Zahlen. Das Schöne am Eishockey ist, dass man hin und wieder die Spiele im Spiel beobachten kann. Zum Ende des ersten Drittels begann dies heute im Spiel gegen Nürnberg. Dave Steckel und Frank Hördler tauschten einige Nettigkeiten aus. Einen vorläufigen Höhepunkt fand das Ganze in dieser kleinen Szene im zweiten Drittel:

  • Aufgrund der Verletzungen, an sich fehlt in jeder Reihe ein Spieler, waren die Eisbären gezwungen, die Sturmreihen umzubauen. Die erste Reihe mit Sheppard, Backman und Noebels hat auf jeden Fall Potential. Noebels wirkt aber noch immer nicht wirklich in der Saison angekommen und spielt hier und da etwas zu verkopft. In der nominell vierten Reihe liefen die Ex-Juniors Jahnke, Hessler und Adam auf. In den ersten beiden Abschnitten bekamen die Drei sogar regelmäßig aufs Eis. Im Schlussabschnitt spielten die Eisbären ausschließlich mit drei Reihen. Einen guten Job (ein Punkt beim UweKrupp Trinkspiel) hat die Reihe auf jeden Fall gemacht.
  • #FreeCharlie

 

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