Saisonvorschau 2018/2019 – Verteidigung

Am 14. September 2018 beginnt die neue DEL Saison. Zeit für uns, dass wir uns mit der Mannschaft der Saison 2018/2019 näher beschäftigen und alle Spieler sowie Staff auf Herz und Nieren prüfen.
Los ging es am Montag mit den Torhütern. Am heutigen Dienstag sehen wir uns die Verteidiger an, am Mittwoch die Stürmer, am Donnerstag das Team rund um das Team, am Freitag gibt es die Prognose und am Samstag die erste Folge des #Hauptstadteishockey Podcast.

4 Mark Cundari

Der Neuzugang aus Augsburg kommt mit der zweiten Saison, in der er mehr als 30 Punkte sammeln konnte, im Gepäck nach Berlin. Cundari war ein wichtiger Faktor des Augsburger Power Plays, welches in den vergangenen Jahren ja nicht so ganz schlecht war. Bereits in der Vorbereitung und in den ersten beiden Champions Hockey League Spielen war zu erkennen, dass Headcoach Jodoin den Linksschützen auch in seinem System als Spielmacher sieht. Cundari gibt den Eisbären an der blauen Linie noch mehr Spielstärke. Der 28-Jährige ist vielleicht in der eigenen Zone etwas schwächer als Parlett, aber mit der Scheibe am Schläger findet das 1,75m große Kraftpaket bessere Lösungen, als Parlett, der nun in China für Kunlun Red Star in der KHL aufläuft.

5 Maximilian Adam

Nach dem Vorbereitungsturnier in Pardubice, welches die Eisbären gewinnen konnten, schrieben wir euphorisch, dass uns die Argumente fehlen, weshalb Adam zu Saisonbeginn nicht im DEL-Kader stehen sollte. Wenige Tage später war er schon auf dem Weg nach Weißwasser zum Kooperationspartner in der Lausitz. In der vergangenen Saison sammelte er in 31 DEL2 Spielen für die Lausitzer Füchse 19 Punkte. Adam scheint nochmal einen Sprung gemacht zu haben. Beim oben angesprochenen Turnier war Adam einer der auffälligsten Spieler. Er tritt mit seinen 20 Jahren bereits sehr abgeklärt auf und scheut sich auch nicht, hier und da mal Risiken einzugehen. Natürlich geht das auch mal schief, aber das ist auch ein Schritt der zum Lernprozess dazugehört. Wir hoffen, dass er in der kommenden Saison in Weißwasser eine noch präsentere Rolle spielt und vielleicht einige Einsätze in der DEL bekommt.

6 Kai Wissmann

Vor der letzten Saison schrieben wir noch, dass Wissmann um seinen Platz im Team kämpfen müssen wird. Allerdings überzeugte der 21-Jährige vom ersten Spieltag an und spielte sich im Line-Up fest. Er bestritt alle Hauptrundenspiele und sammelte 17 Vorlagen, nur ein Treffer gelang ihm nicht. Manchmal wünscht man sich, dass er seine 1,94m Körpergröße noch etwas mehr einsetzt. Mit dem Schläger arbeitet er in der eigenen Zone bereits sehr gut.

7 Frank Hördler

Einer von vier Berliner Silbermedaillen-Gewinnern aus Pyeongchang. Konnte auch in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur 30 Spiele bestreiten. Auch zum Beginn dieser Saison wird Hördler wegen einer Verletzung, die er sich in den Playoffs der vergangenen Spielzeit zuzog, zunächst ausfallen. Ist der 33-Jährige fit, ist er mit seinem Offensivdrang und seiner Aggressivität, noch immer ein wichtiger Faktor der Berliner Defensive.

9 Danny Richmond

Richmonds erste Saison in Berlin war mit 18 Punkten in 39 Spielen durchaus überzeugend. Direkt zu Beginn der Saison punktete er in sechs Spielen in Folge und wir fragten uns, wo denn nun der verrückte Richmond sei, der immer mal wieder einen Bock schießt, bei dem man sich an den Kopf fasst. Dieser Richmond der uns da vor der letzten Saison versprochen wurde, zeigte sich erst im CHL Gruppenspiel dieser Saison, als er gegen Zug einen unglaublichen Fehlpass spielte, der zum 3:5 Endstand führte. Er spielte in der Vorbereitung häufig neben Cundari und somit einem Partner, der anders als Parlett, auch gern den Puck am Schläger hat. Wir sind gespannt, sollte Jodoin weiter mit diesem Paar planen, wie sich dieses Duo im Verlauf der Saison entwickelt.

18 Jonas Müller

Beinah hätte Jonas Müller das wichtigste Tor der deutschen Eishockey-Geschichte geschossen. Im Finale um die olympische Goldmedaille traf Müller 3 Minuten und 15 Sekunden vor dem Ende zur 3:2 Führung für Deutschland. Als es am Ende Silber wurde, weinte Müller bittere Tränen. Aber nicht nur durch den Treffer ist sein Name in Eishockey-Deutschland ein Begriff, zu auffällig ist die Entwicklung des 22-Jährigen in den vergangenen Jahren. Dass er sich nicht auf seinem Talent ausruht, zeigt der die vergangene Sommerpause. Müller nahm am Development Camp der Winnipeg Jets teil und war zusammen mit Kai Wissmann bei einem speziellen Skills Camp bei Skating Guru Joakim Ahlgren in Schweden. Sein größtes Manko (und wahrscheinlich auch der Grund, weshalb er noch nicht den Weg nach Nordamerika gegangen ist) bleibt weiter seine Punkteausbeute. Nur magere sieben Punkte konnte er in der vergangene Saison sammeln, das ist leider zu wenig, um die Aufmerksamkeit der NHL-Scouts und Manager voll auf sich zu ziehen.

25 Micki DuPont

In jeder Saison, seit seiner Rückkehr  vor der Saison 2015/16, war DuPont der punktbeste Verteidiger der Eisbären. Zudem feuerte in den drei Jahren auch immer die meisten Schüsse aller Eisbären Spieler ab. Im letzten Jahr knackte er sogar die 200er Marke. Sieben Tore und 16 Vorlagen sind da natürlich eine etwas zu geringe Ausbeute, doch wie fast alle Verteidiger litt auch DuPont am System von Uwe Krupp, welches Verteidigern im Angriff wenig Freiräume ließ. Mit seinen 38 Jahren ist er noch immer einer der besten Schlittschuhläufer im Team und seine Spielintelligenz ist weiterhin sehr hoch.

29 Jens Baxmann

Es dauerte bis Ende Juni, bis die Eisbären die Vertragsverlängerung von Baxmann um ein weiteres Jahr bekannt gaben. Hinter einer Weiterverpflichtung des 33-Jährigen stand zuvor ein Fragezeichen. Und das obwohl die vergangene Saison die Produktivste seiner Karriere war. Fünf Tore erzielte er in 51 Spielen, hinzu kamen 12 Vorlagen. Wenn man bedenkt, dass er in der Regel in der dritten Verteidigung zum Einsatz kam, sind das ordentliche Werte. Zwischenzeitlich kam er sogar im Powerplay zum Einsatz. In der kommenden Saison wird es für Baxmann dennoch schwer über den Status des siebten Verteidigers hinaus zu kommen.

69 Florian Kettemer

Kettemer verschob das Ende seiner aktiven Karriere um vorerst vier Monate, um für die Eisbären Berlin zu spielen. In den vergangenen drei Jahren spielte er für den EHC Red Bull München und gewann mit den Bayern drei Meistertitel in Folge. Der 32-Jährige ist ein guter Skater, der kaum auffällt, was besonders bei Verteidigern ja schon mal als Qualitätsmerkmal durchgeht. Zudem hat er in München auch schon bewiesen, dass er auch im Sturm einen guten Job machen kann. Ob Kettemer länger als vier Monate in Berlin bleibt, wird auch von der Rückkehr von Frank Hördler abhängen.

90 Constantin Braun

#StayStrongTine

2 Gedanken zu „Saisonvorschau 2018/2019 – Verteidigung

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