Saisonvorschau 2018/2019 – Staff

Am 14. September 2018 beginnt die neue DEL Saison. Zeit für uns, dass wir uns mit der Mannschaft der Saison 2018/2019 näher beschäftigen und alle Spieler und Staff auf Herz und Nieren prüfen.
Los ging es am Montag mit den Torhütern. Am Dienstag sahen wir uns die Verteidiger an, am Mittwoch die Stürmer, heute das Team rund um das Team, am Freitag gibt es die Prognose und am Samstag die erste Folge des #Hauptstadteishockey Podcast.

Staff

Clément Jodoin:

In der Saisonvorschau 2017/2018 schrieben wir, dass Clément Jodoin etwas an Pierre Pagé erinnert und um so länger Jodoin jetzt Headcoach ist, umso mehr bestätigt sich diese Aussage. Hat der Philosoph und Taktikfuchs erstmal angefangen zu reden, hört er nicht mehr auf. Was keinesfalls negativ zu bewerten ist, da man auch als Hockeynerd, allein durch das zuhören, jede Menge von ihm lernen kann. Im Frühling wurde Jodoin mit dem Amt des Headcoaches betraut, nachdem Uwe Krupp unrühmlich seinen Hut genommen hat und zu Sparta Prag wechselte. Der 66 jährige Jodoin kann mit seiner motivierenden Art die Spieler mitziehen und erreicht nicht nur die älteren, sondern auch die jungen Spieler. Vor seiner Zeit in Berlin war Jodoin im Coaching-Staff bei den Montréal Canadiens, diversen Teams der AHL und bei den U18 und U20-Nationalmannschaften Kanadas. Spricht man mit den Spielern, hört man, dass in der Kabine jetzt einiges anders läuft als in der vergangenen Saison. Es sind Kleinigkeiten, die die Chemie in der Kabine ausmachen. Außerhalb der Kabine, auf dem Eis, setzt Jodoins Team seine neuen Taktiken bisher gut um. Die Mannschaft versucht jetzt statt Dump’n’Chase, mit Kontrolle die Scheibe in die gegnerische Zone zu spielen. Auch bei den Special Teams sind uns schon Neuerungen aufgefallen. Im Unterzahlspiel z.B. lässt Jodoin bei einer 5:3 Unterzahl-Situation zwei Stürmer und einen Verteidiger spielen, um damit flexibler zu sein.

Gerry Fleming:

Seit über 20 Jahren müssen sich die beiden gebürtigen Québecker Clément Jodoin und Gerry Fleming aus Ihrer Zeit in der Canadiens-Organisation kennen. Da man sich in der Hockeywelt mindestens immer zweimal sieht, ist eine erneute Zusammenarbeit nicht nur ein Zufall. Fleming ist im Staff hinter der Bande der einzige Neuzugang. In 20 Jahren Coaching im Minor-League Hockey, ist Fleming der Sprung in die NHL nie geglückt. Daher nun der Weg nach Europa. In den vergangenen 10 Jahren war Fleming immer mit der Franchise der Edmonton Oilers verbunden, um in ihren drei Farmteams zu arbeiten. Erst für die Springfield Falcons, dann für die Oklahoma City Barons und zuletzt für die Bakersfield Condors. Mit vielen aktuellen DEL-Spielern hat Fleming in Nordamerika schon zusammengearbeitet, aber aus dem aktuellen Eisbären-Kader nur mit Mark Olver in Bakersfield (2016/2017). Während der Spiele ist Fleming für die Verteidiger zuständig und redet sehr viel mit ihnen nach ihren Shifts.

Steffen Ziesche:

Steffen Ziesche geht in sein zweites Jahr im Coaching-Staff der Eisbären. Vorher war Ziesche sechs Jahre im Nachwuchs der Eisbären, bei den Juniors tätig. Ziesche bringt als gebürtiger Berliner und Ex-Dynamo Spieler das Lokale mit, dass seit dem Karriereende von Hartmut Nickel hinter der Bande fehlte. Auch wir trauen Z zu, dass er hier solange hinter der Bande steht. Und evtl. ja nicht nur als Co-Trainer.

Sebastian Elwing:

Die Arbeit von Sebastian Elwing ist vll. die faszinierendste von allen Coaches, da man hier direkt sehen kann, wie Elwing z.B. am Stellungsspiel o.Ä. mit den jungen Goalies arbeitet. Für Elwing ist es wichtig den Goalies aus jeder Trainigseinheit was Positives mitzugeben und das auch in den Videos so zusammenzuschneiden. Wie Jodoin und Ziesche, geht auch Elle in sein zweites Dienstjahr bei den Eisbären.

Jake Jensen:

Jake Jensen ist der Powerguy im Coaching-Staff der Eisbären. Keiner hebt im gesamten Team mehr Gewichte als Jensen. Das was Jensen von seinem Körper beim Gewichtheben fordert, fordert er als Strength & Conditioning Coach auch von den Spielern. Neben dem Profiteam, betreut Jensen auch den Nachwuchs und ist weiterhin als Übersetzer tätig, wie wir es schon in unserer ersten Vorstellung geschrieben hatten.

Jan Düerkop:

Jan Düerkop ist der neue Mann im Coaching-Staff der Eisbären. Der zertifizierte Personal Trainer assistiert Jake Jensen im Kraft- und Fitnesstraining.

Markus Flemming:

Der ehemalige Eishockeytorhüter und jetziger Diplom-Psychologe wird auch wie in den letzten elf Jahren zuvor alles dafür tun, dass die Spieler mental gecoacht werden. Zudem ist Flemming auch noch für andere Sportverbände wie z.B. dem Deutschen Basketballbund tätig. Wie wichtig diese Arbeit ist, merkte man in den letzten Jahren hier in Berlin z.B. beim Thema Constantin Braun, aber auch deutschlandweit, wie beim Thema Ben Meisner.

Jeremy Lee:

Der Managersohn und Bruder vom DNL-Trainer Chris Lee, ist der Videocoach der Eisbären. Er bereitet für die Eisbären-Coaches während und nach dem Spiel die kurzen Videos des Spiels auf. Er hat ein besonderes Auge auf Forechecking, die Offensiv- und Defensiv-Zonen, sowie Powerplay und Penaltykilling.

Dirk Perschau:

Vor über 20 Jahren beendete Perschi seine aktive Karriere als Spieler und vor 19 Jahren in der Saison 1999/2000 wurde er als Nachfolger von Klaus Oberländer Betreuer der DEL Mannschaft. Seitdem kümmert er sich mit größter Sorgfalt um die Trikots, scharfe Kufen, den Transport der Materialien zu allen Spielen und das es den Spielern an nichts fehlt.

Oliver Lange:

Betreuer Oliver Lange geht in seine zweite Saison hinter der Bande. Davor war er als Ordner bei den Eisbären tätig. Er übernahm den Posten von René Seipelt, der nach einer Saison verletzungsbedingt zurücktreten musste. Nicht nur unter der Saison sorgt Lange für Ordnung hinter der Bande, sondern z.B. auch beim Development Camp der Eisbären im Juni war er als gute Seele vor Ort.

René Seipelt:

Nachdem es René Seipelt mittlerweile wieder besser geht, packt er, sofern es seine Zeit zulässt, hinter den Kulissen wieder mit an und unterstützt die beiden hauptamtlichen Betreuer so gut es geht.

Dr. Jens Ziesche:

Der Sportmediziner Dr. Jens Ziesche ist der zweite im Ziescheclan hinter der Bande der Eisbären. Der Bruder von Co-Trainer Steffen und Sohn von IIHF Hall of Famer und Dynamo Legende Joachim Ziesche ist seit über 16 Jahren für die Gesundheit der Eisbären verantwortlich. In seiner Tagesklinik Esplanade hat er schon so einige medizinische Wunder vollbracht.

Thomas Wöhrl:

20 Jahre ist Bommel nun schon der Physiotherapeut der Eisbären. Im hinteren Teil der Eisbärenkabine im Wellblechpalast hat er schon viele Muskelverspannungen weggeknetet.

André Kreidler:

Während Physiokollege Wöhrl für das Nationale steht, steht Kreidler für das Internationale. Der Physiotherapeut jettete mit den deutschen Tennisstars wie z.B. Angelique Kerber um die Welt und betreute sie für den Deutschen Olympischen Sportbund. Zwischen 2005 und 2011 betreute Kreidler bereits den ERC Ingolstadt und aktuell neben den Eisbären auch die Eishockey-Nationalmannschaft und bei den New Jersey Devils in der NHL schaute er auch schon vorbei. An drei großen Erfolgen war Kreidler in der vergangenen Saison beteiligt. Erst gewann er mit der deutschen Eishockeynationalmannschft bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea die Silbermedaille, dann wurde er Vizemeister mit den Eisbären Berlin und zum Schluss gewann seine Athletin Angelique Kerber das Dameneinzel in Wimbledon.

Peter-John Lee:

Seit mittlerweile 23 Jahren ist Peter-John Lee ein Eisbär. Von Spieler, Co-Trainer, Trainer bis zum Manager/Geschäftsführer hat er den vll. größten Anteil an der Entwicklung der Franchise in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten. Während es sportlich in den vergangenen 15 Jahren ziemlich gut lief, mit zwei Vize- und sieben Meisterschaften, geben die Zahlen in den Bilanzen schon etwas Anlass zur Sorge. Aber solange die Anschutz Entertainment Group mit Ihrer Patronatserklärung hinter den Eisbären steht, dürfte wohl nichts zu befürchten sein.

Stéphane Richer:

Stéphane Richer setzte in seiner ersten vollen Saison starke Akzente. Der Kader der Eisbären erlebte einen Umbruch, wie es ihn seit den 2000er Jahren nicht mehr gegeben hat. Nach der vergangenen Saison musste Richer den Kader nur punktuell umbauen. Vehanen wurde mit der In-Houselösung Cüpper/Franzreb ersetzt. Für Verteidiger Parlett kam Cundari aus Augsburg, die beiden Stürmer Petersen und Bukarts wurden von Richer mit Smith und Ranford ersetzt und für Sven Ziegler wurde eine Armada von Nachwuchsspielern geholt wie z.B. Cedric Schiemenz oder die Reichel-Brüder. Hier merkt man, dass schon an die Zukunft gedacht wird.

Stefan Ustorf:

Nachdem Stefan Ustorf vom Sportdirektor zum Leiter der Spielerentwicklung und des Scoutings wurde, kann man die ersten Erfolge schon jetzt vermelden. Es wurden deutlich mehr Talente als in den vergangenen Jahren an den Club gebunden, die über Weisswasser (und Hamburg) an die DEL herangeführt werden sollen. Das dieser Weg funktioniert zeigt z.B. Maximilian Adam. Statt in Berlin als 7. Verteidiger auf der Bank seine Zeit abzusitzen war er in Weisswasser mit der spielstärkste Verteidiger und avancierte so zu einem der besten Nachwuchsspieler der DEL 2. Dieser Weg kann von uns aus gern weitergegangen werden. Hilfreich werden auch die vielen Scoutingtouren sein, die Ustorf absolviert. So geht es nicht nur nach Nordamerika um in der AHL zu scouten sondern auch in die Niederungen der U16-Turniere. Wir sprachen im Sommer im Rahmen des U20 Turniers in Zürich mit einem NHL-Scout und der bescheinigte einigen Neuzugängen eine sehr gute Pro-Karriere. Mittelfristig muss das Ziel der GmbH sein, zusammen mit den Juniors wieder eine eigene Oberliga-Mannschaft an den Start zu bringen, um die Prospects schon während und nach ihrer DNL-Zeit an den Profibereich heranzuführen.

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