Nino Kinder wird von Winnipeg ICE gedraftet

2018 schrieben wir in unserem CHL Import Draft Artikel noch “Aus Sicht des Eisbären-Nachwuchs mag der Draft zwar enttäuschend gewesen sein, aber zumindest wurde mit Taro Jentzsch ein gebürtiger Berliner und Ex-Juniors Spieler gedraftet.”
2019 war der Draft für die Eisbären und die Eisbären Juniors der erfolgreichste Draft seit 2016.
Damals wurden mit Cedric Schiemenz (Rd. 1, Pick 50 – Kitchener Rangers) und Leon Gawanke (Rd. 2, Pick 96 – Cape Breton Screaming Eagles) gleich zwei (ehemalige) Eisbären Juniors gedraftet.
Im diesjährigen Import Draft wurden fünf deutsche Spieler gedraftet. Tim Stützle, John-Jason Peterka, Julian Straub, Manuel Alberg und Nino Kinder.
Die Winnipeg ICE sicherten sich die Rechte an Nino Kinder in der zweiten Runde mit dem 64. Pick.
Nino Kinder spielt seit 2015 bei den Eisbären und arbeitete sich von der Schüler-Bundesliga, über die DNL hoch in die DEL. Dort debütierte Kinder am 18. Januar 2019 gegen Mannheim. Bis zum 29. Januar 2019 machte Kinder fünf Spiele in der DEL.
In der März-Ausgabe unseres Prospect Report schrieben wir:

“Nino Kinder hat in den DNL-Playoffs auch ordentlich abgeliefert. Bei durchschnittlich zwei Punkten pro Spiel kann man nichts Negatives sagen. Sechs Punkte (1 Tor / 5 Vorlagen) sprechen eine ordentliche Sprache. Auf ihn dürften in der nächsten Saison höhere Aufgaben warten.”

Diese angesprochenen höheren Aufgaben dürfte Kinder nun wirklich bevorstehen. Wie Kinder gegenüber Hauptstadteishockey bestätigte, wechselt er in die Western Hockey League zu den Winnipeg ICE.

“Ich habe mit dem Manager vor dem Draft telefoniert und ihm zugesagt, dass ich zu ihnen komme, wenn sie mich ziehen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Team.”

Dass Teams mit Spielern vorab reden, ob sie zu ihnen kommen, ist in den nordamerkanischen Nachwuchsligen nicht ungewöhnlich, da die Teams nur zwei Importspieler haben dürfen und da möchte ein Team seine Picks nicht unbedingt an Spieler vergeben, die dann nicht zu ihnen kommen wollen. Dass das allerdings trotzdem passiert hat man in den letzten beiden Jahren an den Spielern Bokk und Seider gesehen. Beide wurden gedraftet und entschieden sich für einen anderen Weg.

Die sportliche Leitung der Eisbären muss jetzt auch umplanen. Im April (Saisonabschlussgespräch) und im Juni (Development Camp) erklärten Stéphane Richer und Stefan Ustorf gegenüber Hauptstadteishockey noch, dass man mit Nino Kinder in Berlin plant.

Bei den Winnipeg ICE wird Kinder auf zwei ehemalige DEL Spieler treffen, die dort zurzeit im Coaching Staff sind.
Headcoach James Patrick spielte nach seinen 1280 NHL Spielen in der Saison 2005/2006 bei den Frankfurt Lions und Assistant Coach John Klemm spielte 2008/2009 bei den Straubing Tigers.

Bis zum Ende der vergangenen Saison spielten die Winnipeg ICE noch in Kooteney, British Columbia. Durch den Umzug (wegen niedriger Zuschauerzahlen) in die Region Winnipeg sind es keine 20 Kilometer, die Nino Kinder und Leon Gawanke (Manitoba Moose, AHL / Winnipeg Jets, NHL) trennen.

“Ich bin auf jeden Fall froh darüber. Man wird sich bestimmt das ein oder andere mal sehen.”

Nino Kinder ist übrigens nicht der erste Deutsche, der das Trikot der ICE trägt. In der Saison 2017/2018 spielte mit Sebastian Streu – der Sohn vom neuen Co-Trainer der Eisbären Craig Streu – für das Team.
Sebastian Streu war Anfang Juni, wie Nino Kinder, auch Teilnehmer des Development Camps in Berlin.

Zurzeit befindet sich Nino Kinder in Los Angeles beim Development Camp der LA Kings.

P.S. #StickTap an die Winnipeg ICE, die Hauptstadteishockey-Foto von Nino Kinder für ihre Draft Posts auf Facebook, Twitter und Instagram nutzten.

Falls Ihr noch mehr über Nino Kinder lesen wollt -> KLICK

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