Heute Nacht war der Spielstand egal. Am Ende gewann der Sport Eishockey das #FrozenFriendly

Fast auf den Tag genau 6 Monate nach unserer ersten Ankündigung ist das erst International Frozen Friendly und damit auch verbundene Trainingscamp der Eisbären in der USA auch schon wieder Geschichte.

Vorreiter waren die Berliner nicht, da neben diversen NHL Mannschaften, die in schon auf verschiedenen Kontinenten spielten auch schon Teams aus der American Hockey League (AHL) in Europa spielten (z.B. Rochester Americans beim Spengler Cup 2013) aber auch europäische Teams in Nordamerika (Färjestad BK im AHL All Star Game 2014) schon zu Gast im AHL Bereich waren. Trotz alledem ist dieses Camp unglaublich wichtig. Sei es für das Teambuilding, die besseren Trainingsbedingungen, die Einflüsse von Außen (z.B. durch die Hilfe der Development Coaches der Kings), den Coachingstaff der Eisbären (z.B. Sebastian Elwing) oder der weitere Ausbau der Zusammenarbeit mit den Kings. Im Endeffekt partizipieren alle TeilnehmerInnen von diesen sieben Tagen Kalifornien. Auch zukünftig kann man so jungen deutschen Spielern zeigen, dass der Weg nach Nordamerika über die Eisbären und den Kontakt zu den Kings evtl. etwas kürzer ist als wenn sie lange in anderen Teams wie z.B. Straubing bleiben würden. (Ja, wir denken an dich, Stefan Loibl!)

Nach einer turbulenten Anreise (Ja, die Taschen kamen zu spät aber das konntet Ihr schon in fünf anderen Medien nachlesen) ging es für die Mitreisenden in das Staples Center um dort die Kings gegen die Oilers zu sehen. (Funfact: Zwei Tage zuvor sah die Schülermannschaft der Eisbären Juniors die Oilers in Edmonton auch)

An den darauffolgenden Tagen wurde nach der Taschenlieferung der Lufthansa fleißig trainiert, eine Fahrradttour über 40km gemacht am Strand spazieren gegangen und geshoppt.

Einen großen Schreck gab es am Game Day, als das Morning Skate abgesagt wurde, weil fünf Spieler unter Krankheitssymptomen litten. Im Interview mit dem General Manager der Ontario Reign, Michael Fute und der sportlichen Führung der Eisbären Berlin (Stefan Ustorf, Stéphane Richer und Peter-John Lee) stellten wir die Frage, ob es im Bereich des Möglichen liegt, dass die Reign bei einer zu großen Anzahl von ausfallenden Berlinern (Olympia, Verletzungen etc.) Spieler der Reign ausgeliehen werden könnten. Dies wurde von allen Beteiligten ausgeschlossen. Auf die Frage, ob es denn in naher Zukunft vorstellbar ist, dass die Reign in Berlin spielen sagte Michael Futa, dass er im September erst erlebt hat, wie die Franchise der Kings nach China reiste. Da sollte Deutschland kein Problem darstellen. Die GameWorn Jerseys der Ontario Reign werden übrigens für ein Kinder-Krankenhaus versteigert.

Vor dem eigentlichen Spiel trafen in der Citizens Business Bank Arena die Eisbärenbrüder (Sponsorenteam der Eisbären Berlin) auf ein Sponsorenteam der Ontario Reign:

Punkt 4:15 Uhr – MEZ war es dann soweit, die Eisbären Berlin spielten Ihr erstes Spiel in Nordamerika. Vor ca. 150 mitgereisten Fans und ca. 8000 Ontario Reign Fans legten beide Teams engagiert los. Sollte die Erkrankung der Spieler Vehanen, Aubry und Olver den Gameplan noch nicht zerstört haben, so tat es Mersch in der 2. Spielminute mit dem 1:0. Die Eisbären kamen nur zu Chancen, wenn Ontario sie auch zu ließ wie z.B. beim 1:1 Ausgleich durch André Rankel in der 9. Spielminute. Bis zur 13. Spielminute lag das Schussverhältnis bei 11:3 Schüssen für Ontario. In der 14. Spielminute stellte Walker den alten Abstand wieder her und erhöhte auf 2:1.

#FrozenFriendly @ontarioreignhockey🇺🇸 vs. @eisbaerenberlin 🇩🇪

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Die Reign kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine und Maillet machte direkt in der 21. Spielminute das 3:1. Das Schussverhältnis betrug zu dem Zeitpunkt mittlerweile 18:5. Den Anschlusstreffer erzielte Martin Buchwieser in der 27. Spielminute. Nach 30. Spielminuten wechselten die Gastgeber den Goalie. Für Jack Campbell kam Cal Petersen ins Tor. Das war auch der Zeitpunkt, an dem Ontario gefühlt den Fuß vom Gas nahm und das Drittel routiniert runter spielte.

Score!!!! @ontarioreignhockey 1 vs. 1 @eisbaerenberlin !!! #Berlin scores!!!

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Im dritten Drittel schien das Spiel langsamer zu laufen. Den Eisbären waren die vielen Ausfälle anzumerken aber auch Ontario schaltete einen Gang runter. Trotz alledem erarbeiteten sich die Eisbären leichte Vorteile aber Verteidigung der Ontario Reign hielt stand. In der 53. Spielminute staubte Auger von den Reign nach einen Abpraller den Puck ab und erhöhte auf 4:2. Im Doppelschlag erhöhte Ontario dann in der 55. und 56. Spielminute erst auf 5:2 und dann auf 6:2. In der 57. Spielminute war es Daniel Fischbuch der noch etwas Spielstandkosmetik betrieb und das dritte Tor für die Berliner erzielte. Es blieb beim Endergebnis 6:3.

Tour De Arena #frozenfriendly

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Am Ende bleibt festzuhalten, dass das Ergebnis zweitrangig war und irgendwie alle gewonnen haben. Die Mannschaft und Fans haben eine Erfahrung fürs Leben gehabt, die Reign Fans haben mal europäische Fans erlebt und auf Twitter durchweg davon geschwärmt (Schaut mal auf unseren Kanal EisbaerenNerds. Dort haben wir die relevanten und besten Tweets retweetet.) und am Ende der Eishockeysport an sich. Wir sollten alle viel öfter international spielen statt ständig nur in der eigenen DEL Suppe zu schwimmen.

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