#fanbogenbleibt – Jetzt nimmt sich die Bezirkspolitik der Sache an

Es war Montag Nachmittag 15:33 Uhr als mich mein Freund Sebastian Forck anschrieb mit der Frage „Wie dringend ist beim Fanbogen Handlungsbedarf? bzw. haben die Alternativen von denen man in der Öffentlichkeit noch nichts gehört hat?“
Sebastian Forck ist nicht nur ein interessierter Bürger der schon das ein oder andere Spiel der Eisbären Live in der Mercedes-Benz Arena verfolgte sondern auch der Fraktionsvorsitzende der SPD Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg.
Nun ist das eingetreten, was sich Teile der aktiven Fanszenen erhofft haben. Durch die Proteste und die Hashtagaktionen #fanbogenbleibt sind Außenstehende auf die Situation des Fanbogens aufmerksam geworden und die fragen nun nach, ob sie helfen können. Schnell kam der Vorschlag von Sebastian Forck, dass er gerne, zusammen mit seiner Genossin Peggy Hochstätter, einen Dringlichkeitsantrag in die BVV-Sitzung am 28. November einbringen möchte damit sich neben den Fans, den Eisbären Berlin und der Anschutz Entertainment Group auch das Bezirksamt um einen Erhalt bzw. eine Lösung bemüht. Der Antragstext war schnell erstellt und bereits am Dienstag Mittag eine offizielle Drucksache. Zum Lesen des Antragstextes und der Begründung bitte auf den folgenden Link klicken: Drucksache – DS/1068/V – #fanbogenbleibt: Kreative Ideen zum Erhalt des Fanbogens unterstützen

Am 28. November wurde in der BVV-Sitzung kurz nach 18 Uhr erst über die Dinglichkeit des Antrags abgestimmt und die wurde mit großer Mehrheit (46 von 55 Verordneten) von SPD, Linken, Grünen und DIE PARTEI angenommen. FDP, CDU und AFD stimmten dagegen. Damit rutschte der Antrag in den Tagesordnungspunkt 10 der BVV. Als dieser TOP nach 21:30 Uhr endlich behandelt wurde, wurde der Antrag in den zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen überwiesen. Dort wird der Antrag am 5. Dezember also zeitgleich zum Fanstammtisch behandelt. Evtl. wäre es nicht schlecht, wenn sich ein paar Fans finden, die statt zum Fanstammtisch zu gehen die öffentliche Ausschusssitzung besuchen und dann von dort berichten können. Nach dem Ende der Sitzung sagte Sebastian Forck gegenüber Hauptstadteishockey: „Wir wollen dem Fanbogen eine Perspektive ermöglichten. Dafür sind kreative Lösungen gefragt, die wir gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern und Fans erarbeiten wollen.“

Update 11. Dezember 2018:

Nachdem am 5. Dezember der Antrag im Ausschuss Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen mit einer Enthaltung mehrheitlich angenommen wurde, wird er am 12. Dezember in der BVV Sitzung im Konsens angenommen. SPD, Linke und Grüne werden dafür stimmen während sich CDU und FDP enthalten.

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Hinweis in eigener Sache: Der Autor dieses Artikels war von 2006 bis 2016 Mitglied der SPD und aus dieser Zeit kennen sich der Autor und der im Artikel erwähnte Sebastian Forck.

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