Ex-Eisbären Kapitän John Gruden wird mit den Hamilton Bulldogs OHL-Champion

Vor nicht mal einem Monat haben wir noch über den kommenden NHL-Draft und Jonathan Gruden geschrieben. Heute geht es um seinen Vater John, der in der Saison 2002/2003 Kapitän für die Eisbären war und auch 15 Jahre nach seinem Abgang nach Washington, einige Fanherzen des älteren Kalibers höher schlagen lässt. (Ja, der Autor gehört auch dazu.)

Nachdem Gruden in der Saison 2003/2004 bei den Washington Capitals verletzungsbedingt nur 11 Mal das Trikot der Caps trug und er zur Saison 2004/2005 nach Frankfurt zu den Lions zurück in die DEL wechselte, aber vor Saisonbeginn nicht lizenziert wurde, beendete er viel zu früh, mit 34 Jahren seine sportliche Karriere.

Ab 2005 war Gruden dann sechs Jahre Coach an einer Highschool, ehe er zum Nachwuchsprogramm des amerikanischen Eishockeyverbands wechselte. Dort betreute er als Co-Trainer vier Jahre lang die U17 und U18 von Team USA. Zur Saison 2015/2016 ereilte Gruden der Ruf des neugegründeten OHL-Teams Flint Firebirds. Dort erlangte er als Headcoach weltweit eine zweifelhafte Berühmtheit, weil der Besitzer des Teams ihn bereits nach 17 Spielen entlassen wollte, da der Sohn des Eigentümers mehr Eiszeit bekommen sollte. Der Coachingstaff lehnte das allerdings ab, woraufhin das Trainerteam gefeuert wurde. Die gesamte Mannschaft zeigte sich allerdings solidarisch mit dem Coach. Jeder Spieler ging einzeln in das Büro des Teambesitzers Rolf Nilsen und warf sein Trikot auf den Boden und erklärte nicht mehr für die Firebirds spielen zu wollen. Die Aktion der Spieler hat anscheinend ihre Wirkung nicht verfehlt. Gruden und die restlichen Trainer wurden am nächsten Tag nach einem Meeting wieder angestellt und mit einem neuen 3-Jahres Vertrag ausgestattet. Später in der Saison wurde er trotzdem ein zweites Mal entlassen – diesmal dauerhaft. Für die Zeit der U18-Weltmeisterschaft war Gruden dann wieder Co-Trainer bei Team USA.

Die Hamilton Bulldogs zogen sich nach der Saison 2014/2015 nach fast 20 Jahren aus der American Hockey League (AHL) zurück und wurden zur Saison 2015/2016 als Nachwuchsteam in der Ontario Hockey League (OHL) von Belleville nach Hamilton umgesiedelt. Headcoach wurde ab der Saison 2016/2017 John Gruden und im zweiten Jahr mit seinem neuen Team konnte er OHL-Champion werden und den J. Ross Robertson Cup gewinnen. Die Finalserie gewannen die Bulldogs vor heimischer Kulisse 4:2 gegen Sault St. Marie. Mit dem ersten Titel im Nachwuchseishockey für Hamilton seit 1976 qualifizierte sich das Team auch für den Memorial Cup und spielen dort vom 19. bis 28. Mai gegen den Gastgeber Regina Pats und und die zwei Champions aus den beiden anderen kanadischen Nanchwuchsligen, Acadie-Bathurst Titan (QMJHL) und Swift Current Broncos (WHL)

Coach Gruden im Interview:

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