Eisbären Game Recap 20 – Mit letzter Kraft in die Pause

Im Endspurt der Hauptrunde, verlieren die Eisbären Berlin beide Spiele gegen RB München (2:6) und gegen die Augsburger Panther (0:1).

  • Bereits am Dienstag mussten die Eisbären gegen München ran. Nach dem umkämpften Sieg in Bremerhaven, durfte Maximilian Franzreb erneut im Tor starten. München erwischte einen brillanten. Innerhalb von sechseinhalb Minuten schossen die Bayern drei Tore und beendeten den Arbeitstag von Franzreb. Zwar verkürzten die Eisbären zwischenzeitlich auf 2:4, letztlich gewann München allerdings völlig verdient 2:6.
  • München war vor allem in der Anfangsphase schneller an der Scheibe. Sie wussten genau, was die Eisbären aus der eigenen Zone spielen wollen. Die ersten beiden Treffer resultierten aus gutem Forecheck, der Fehlpässe der Eisbären forcierte. Gerade beim zweiten Treffer zeigte Yannic Seidenberg Nino Kinder die Grenzen auf.
  • Aus einem harmlosen Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie resultierte das 0:3. Es ließe sich anhand eines Gifs oder Bilder super erklären, aber ihr wisst ja…
    Schaut ihr allerdings nochmal die Highlights an, achtet auf Frank Hördler, der nachdem er den ersten Pass von München in Berlins Zone abwehrte, die Situation völlig falsch einschätzt und somit die zwei auf eins Situation ermöglicht, die zum dritten Gegentor führte.
  • Zwischen dem Sieg in Bremerhaven und dem Spiel in München, lag nur ein Tag Pause für die Eisbären. Warum Maxi Franzreb beide Spiele starten durfte, etwas unverständlich. Vielleicht lag es daran, dass Kevin Poulin nun seit zehn Spielen kein Spiel mehr gewinnen konnte. Seinen letzten Sieg feierte Poulin am 23.12. gegen die DEG.
  • Das zweite Berliner Tor durch Florian Busch in der 45. Minute, war der erste Unterzahl-Treffer der Saison für die Eisbären. Sie waren der letzte der 14 DEL-Klubs ohne Shorthanded Goal in dieser Saison.
  • Gefühlt kamen die Eisbären gegen München im Verlauf des Spiels besser in die Partie. Dieses Gefühl hat einen Namen – Score Effect.
    Es ist völlig normal, dass eine Mannschaft mit einer sicheren Führung (zwei/drei oder mehr Tore) mehr Schüsse zulässt. Die zurückliegende Mannschaft versucht natürlich einen Weg zurück in das Spiel zu finden. Normal ist es auch, dass die führende Mannschaft sich etwas mehr zurück zieht und nur noch das Nötigste für das Spiel macht.
    Eine Torschuss-Differenz von -5 aus Sicht der Eisbären im dritten Drittel spricht zusätzlich gegen dieses Gefühl.
  • Am Sonntag verloren die Eisbären dann das vierte Heimspiel in Folge. Ein Tor reichte den Augsburgern zum Sieg. Den entscheidenden Treffer bereitete Henry Haase vor. Einen Klärungsversuch der Eisbären nahm Haase an der eigenen blauen Linie auf und brachte den Puck durch die neutrale Zone kontrolliert in das Angriffsdrittel und hatte so eigentlich den größten Anteil am Treffer, auch wenn er nicht den entscheidenden Pass vor das Tor spielte.
  • Das Tor fiel nur einige Sekunden nachdem die Eisbären eine Überzahl-Situation nicht nutzen konnten. Das Powerplay, wenn auch nicht erfolgreich, sah im Spiel gegen Augsburg durchaus gut aus. Sie spielten einen klassischen Schirm, bei dem ein Verteidiger oben an der blauen Linie wie ein Quarterback agiert und an den beiden Bully-Kreisen jeweils zwei Stürmer für einen Direktschuss bereitstehen. Zwei Spieler vor dem Tor binden mindestens einen Verteidiger, nehmen den Torwart die Sicht und versuchen Abpraller in das Tor zu Arbeiten.
  • Nun ist erst mal eine Woche Pause. Am Mittwochabend um 19 Uhr kommen Stephane Richer, Peter John Lee und Stefan Ustorf zum Fanstammtisch in den Fanbogen. Kommt rum, vielleicht sehen wir uns. Außerdem nehmen wir in dieser Woche die 12. Episode des #Hauptstadteishockey Podcast auf.

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