Eisbären schlagen Schwenningen mit 3:1

Zwölfter Spieltag für die Eisbären Berlin. Am Donnerstag mussten sie in der Mercedes-Benz-Arena gegen die Schwenninger Wild Wings ran und setzten sich, nach einer dominanten Vorstellung mit 3:1 durch.

Spielverlauf

Die Eisbären begannen stark. Dominierten das gesamte erste Drittel. Am Ende des ersten Abschnitts standen 20 zu 8 Schüsse aufs Tor zugunsten der Eisbären in der Bilanz. Und dennoch stand es nach 20 Minuten 1:1, weil die Eisbären einmal unachtsam waren und sich Stefano Giliati schön über die linke Seite durchsetzen konnte und so den Führungstreffer durch Poukkula vorbereiten konnte. Gut für die Eisbären, dass Louis-Marc Aubry nur 68 Sekunden später nach Vorarbeit von Blake Parlett ausgleichen konnte.

Auch im zweiten Drittel dominierten die Eisbären. Allerdings verteidigten die Wild Wings clever und forcierten viele Schüsse von Außen. Die Berliner blieben geduldig und warteten auf ihre Chancen. Diese boten sich dann erst in der Schlussphase des zweiten Drittels. Da waren dann in Abstand von 42 Sekunden erst Oppenheimer und dann MacQueen (Olver wird zwar vorerst als Torschütze geführt, der Schuss von MacQueen prallte allerdings vom Schwenninger Verteidiger ins Tor) erfolgreich und sorgten so für eine verdiente 3:1 Führung nach 40 Minuten.

Im dritten Abschnitt spielten die Eisbären weiter nach vorn. Von Schwenningen kam, bis auf wenige Konter, relativ wenig. In der Schlussminute erzielte Sean Backman den vermeintlichen Treffer zum 4:1 in das leere Tor der Wild Wings. Da sich Micki DuPont und Stefano Giliati allerdings auf der anderen Seite eine Schlägerei lieferten, zählte der Treffer nicht.

Gedanken

  • Die Fans der Eisbären nutzen das erste Donnerstags-Heimspiel um gegen die seit dieser Saison neu-eingeführten Bullyzeiten zu protestieren. Wie schon beim Auswärtsspiel in Ingolstadt zierte ein Banner mit der Aufschrift“Donnerstachs is ja nich so knorke“ erst die Fankurve der Eisbären, zu Beginn des zweiten Drittels wanderte es dann sogar auf die Haupttribüne. Die Bullyzeiten am Donnerstag sind alles andere als fanfreundlich und zerstückeln den Spielplan der DEL nur noch weiter unnötig. Nach zehn Minuten Stille, machten die Fans dann Alarm und feuerten ihr Team lautstark an.

  • Wie oben schon angedeutet, spielten die Wild Wings heute clever in der eigenen Zone. Sie versuchten die Eisbären zu Schüssen aus ungünstigen Bereichen zu zwingen. Den Eisbären gelang es im ersten Drittel kaum, diese Strategie der Schwenninger zu durchbrechen. Erst im zweiten Drittel, als auch konsequent ein Spieler vor das Tor fuhr und dort die Verteidiger beschäftigte, öffneten sich ein wenig die Räume.
  • Ein probates Mittel, gegen eine so defensiv ausgerichtete Mannschaft wie Schwenningen heute, könnten eigentlich die Special Teams sein. Mit etwas mehr Platz auf dem Eis, kann man in Überzahl zum Erfolg kommen und so in der Folge den Gegner auch dazu zwingen, dass Spiel zu öffnen. In den kommenden Tagen erscheint hier ein längerer Post zum Powerplay der Eisbären. Aber auch heute war es wieder schwach und wirkte teilweise ideenlos.
  • Dustin Strahlmeier stoppte 44 Schüsse auf sein Tor. Der 25-jährige Goalie der Wild Wings ist einer der besten Goalies der Liga und wäre sicher deutlich bekannter, würde er nicht im Schwarzwald spielen.
  • Die Eisbären sind vorerst wieder Spitzenreiter. Zeit für Euphorie? Wir wären da vorsichtig. Am Sonntag beenden die Eisbären mit dem Spiel gegen Krefeld die s.g. erste Runde der Saison. Wir werden das nutzen, um hier eine kleine Zwischenanalyse geben.
  • Beenden will ich meine Spielgedanken, mit der Reaktion von Mark Olver in der zweiten Drittelpause, nachdem der Reporter von Reporter von Telekomsport das Interview mit den Worten „Danke Darin Olver…eh Mark ich meine Mark“ beendete, aber seht selbst:

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.