Eisbären gewinnen das Internationale Sommerturnier 2017

Kaum begonnen ist das Internationale Sommerturnier der Eisbären auch schon wieder vorbei. In den drei Spielen wurde körperbetontes aber faires Hockey geboten. Vom Niveau her waren die Spiele feinstes Sommerhockey. Aber um ehrlich zu sein waren die Spiele zweitrangig da das Turnier gefühlt dafür da war die seit dem Continental Cup 1999 bestehende Freundschaft zwischen Ambrifans und Eisbärenfans zu feiern. Was trotz sehr mauer Auslastung der Mercedes-Benz Arena stimmungstechnisch dank der angereisten Fans aus der Schweiz geboten wurde war gefühlt um ein vielfaches besser als zu den DEL Spielen.

Eisbären Berlin vs. HC Ambri-Piotta 3:2 n.P.

3:2 n.P. stand es am Ende dank der Tore von Neuzugang Buchwieser, Kapitän Rankel und dem Siegtorschützen MacQueen. In einem aus Berliner Sicht viel zu engen Spiel schenkten sich die Teams aus dem Kanton Tessin und der Hauptstadt nichts. Vor 4256 Zuschauern gingen im ersten Drittel zuerst die Berliner durch Buchwieser in Führung ehe Minuten später Jelovac ausgleichen konnte. Beim Stand von 1:1 ging es dann auch in die Kabine. Für das 2:1 aus der HCAP Sicht sorgte Bianchi in der 24. Spielminute. Im letzten Drittel, dass die Berliner dominierten, sorgte Rankel in der 52. Spielminute für den verdienten Ausgleich und auch die Verlängerung, die statt 3 vs. 3 mit 4 vs. 4 gespielt, wurde weil nach 60. Spielminuten noch eine Sekunde Reststrafzeit ausstand und es in der kompletten Verlängerung keine Unterbrechung gab. Die selbe Situation gab es in der letzten DEL Saison auch schon einmal in der Mercedes-Benz Arena. Im abschließenden Penaltyschießen sorgte MacQueen mit dem insgesamt 14. Penalty für den Extrapunkt.

HC Ambri-Piotta vs. HC Sparta Prag 2:5

Vor der zweiten Partie für die Leventiner gegen die erst am Samstag angereisten Prager hieß es alles oder nichts, wenn man noch Chancen haben wollte, das Turnier zu gewinnen. Da es meistens üblich ist bei Back-to-back Games die Goalies zu wechseln, stand statt dem Neuzugang Benjamin Conz heute der Tscheche Kral gegen seine Landsmänner im Tor. Kral musste während des Spiels vier mal hinter sich greifen und den Puck aus seinem Tor holen. Beim fünften Treffer der Prager stand er zugunsten eines sechsten Feldspielers in der 60 Spielminute schon nicht mehr auf dem Eis. Vor 1617 Zuschauern verlor der HCAP 5:2 und beendet das Turnier damit sicher als Tabellenletzter. Ein befreundeter Ambrifan sagte bei einem Getränk am Fanbogen noch zu dem Spiel: „Das war typisches Ambrihockey. Irgendwie kann das Team eine Zeit lang mithalten aber am Ende fängt man doch 4,5 oder 6 Tore und verliert.“ Nach dem Sieg des „Lehner-Cup“ letzte Woche war das Wochenende zumindest für die Spieler ein herber Dämpfer. Die Fans dürfte die Niederlage nicht so doll gestört haben. Sie waren trotzdem stolz auf das Team und feierten und feierten und feierten. (Siehe Video)

Eisbären Berlin vs. HC Sparta Prag 6:3

Im Spiel 3 des Internationalen Sommerturniers begannen die Berliner vor 3609 Zuschauern mit Cüpper im Tor und legten in der 2. und 3. Spielminute gleich im Doppelpack durch Noebels und Busch vor. In der 5. Spielminute hatte Lukas Pech Glück (sorry, der musste sein) und verkürzte für die Prager auf 2:1. Der während des Turniers aus St. Petersburg vom Team Canada zurückgekehrte Petersen erhöhte in der 10. Spielminute auf 3:1. Zelenak setzte mit dem 3:2 in der 13. Spielminute für Sparta den Schlußpunkt in diesem torreichen ersten Drittel. In den Spielminuten 24 und 25 verhinderte Goalie Cüpper mit mehreren Monstersaves den Ausgleich. Durch dieses Momentum getragen, konnten die Eisbären in der 30. Spielminute durch DuPont auf 4:2 erhöhen. Ein im gesamten Turnierverlauf glänzend aufgelegter MacQueen erhöhte in der 37. Spielminute auf 5:2 und spätestens jetzt konnte man glauben, dass der Drops gelutscht wär und die Berliner das letzte Drittel routiniert runterspielen. Auf der Bank konnte man zumindest kurz vor der zweiten Drittelpause einen zufriedenen und lachenden Uwe Krupp erkennen. Das gesamte Spiel über gab es rund um Richmond schon kleinere Stichelein und Rangelein. Dieses endete dann Sekunden vor Ende des zweiten Drittels in einen kleinem Fight mit Lukas Pech. In der 50. Spielminute verkürzte Reichenberg in einer kurzen Hochphase der Prager auf 5:3. Zwei Minuten später stocherte Olver den Puck in das Tor von Aittokallio und stellte damit den alten Abstand her. 16:13 Uhr war es dann soweit, die Eisbären gewinnen das Internationale Sommerturnier.

Fazit und Wünsche:

Das Sommerturnier in Berlin war klasse, jedoch war die Mercedes-Benz Arena bei den Zuschauerzahlen nicht der geeignete Ort für das Turnier. Für die Bauarbeiten im Welli können aber auch die Eisbären nichts aber nur 9482 Zuschauer in den drei Spielen ist schon bitter. Aber das kennt man ja leider aus der Champions Hockey League.
Drei Teams waren zu wenig. Vier oder sechs Teams wären besser damit man an den Turniertagen auch ein wenig mehr Sommerhockey genießen kann und nicht nur für ein Spiel anreist.
Das WarmUp in den Spieltagstrikots zu absolvieren wie in der NHL war besonders und sollte beibehalten werden auch wenn wir wissen, dass die WarmUp Trikots unter der DEL Saison dazu dienen Werbepartner zu präsentieren.
Die taktische Arbeit mit dem neuen Co-Trainer Clément Jodoin scheint schon seine Früchte zu tragen. Man sieht einige Spielzüge, die man aus den letzten Jahren nicht kennt.
Die Kooperation mit dem HC Sparta Prag sollte weiter ausgebaut werden.
Der HC Ambri-Piotta muss ab jetzt wegen der Fans bei jedem Turnier dabei sein.

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