Eisbären geben ihrem Kader mehr Tiefe

Spätestens jetzt dürfte der Kader der Hauptstädter mit vier Torhütern, neun Verteidigern und achtzehn Stürmern komplett sein. Im wahrscheinlich letzten Move der Sommerpause wurden die beiden Stürmer Cedric Schiemenz und Jake Ustorf sowie die beiden Torhüter Tobias Ancicka und Konstantin Kessler dem Kader hinzugefügt und mit einer Förderlizenz ausgestattet.

Aufmerksame LeserInnen unseres Blogs und vor allem des Prospect Reports kommen einige Namen natürlich schon Bekannt vor.
Cedric Schiemenz war in den letzten Jahren wohl so etwas wie ein Wandervogel. Inkl. Berlin und Weisswasser kommt der 19 jährige Stürmer auf sechs Teams in fünf Jahren. Von der Schülermannschft der Eisbären Juniors zog es Schiemenz erst nach Österreich in die Akademie von Red Bull Salzburg und dann nach Nordamerika. Eigentlich war der Plan, dass er für die University of Maine spielt aber die Verlockung der kanadischen Nachwuchsliga OHL war dann doch zu Groß und so wechselte er statt nach Maine zu den Kitchener Rangers. Dort spielte Schiemenz eine Saison und wurde dann aufgrund der Regelung für Importspieler entlassen. (Wir berichteten) Im darauffolgenden Jahr war Schiemenz im Sommer lange ohne Team und trainierte mit einer Probelizenz bei den Eisbären mit und spielte am 11. August auch das erste mal in der Profimannschaft im ersten testspiel der Saison gegen die Lausitzer Füchse mit und verbuchte einen Assist. (Wir berichteten) In der vergangenen Saison begann Schiemenz dann bei den Dresdner Eislöwen und wechselte dann im Januar zurück in die OHL zu den Windsor Spitfires. (Auch hier berichteten wir natürlich) Nachdem Schiemenz bei den letzten beiden Development Camps der LA Kangs in Berlin auf dem Eis stand, ist es für Hauptstadteishockey auch nicht überraschend, dass die Eisbären ihm mit der Förderlizenz eine Chance geben. Die Rückennummer 48 trug Schiemenz in Nordamerika. In Berlin wird es die 47.

Für Jake Ustorf ist es sicher gut, dass er die kommende Saison bei den Lausitzer Füchsen beginnt. Hier würde er nur unter ständiger Beobachtung der Presse stehen und „Der Sohn von…“ sein. Der 1,83 Meter und 73 Kilo schwere Stürmer wird in der DEL2 auf alle Fälle erstmal Muskelmasse zulegen müssen und sich beweisen müssen, dass es nach unterklassigen nordamerikanischen Nachwuchsligen und dem Jahr Pause auch für das deutsche Profieishockey reicht. Ustorf trainierte zwar in der vergangenen Saison (seit Januar) mit aber die Spielpraxis fehlt doch. Ustorf erhält die Rückennummer 13.
Funfact: Am 21. Oktober 2012 spielte Jake Ustorf bereits im Charityspiel für das Allstarteam der Eisbären gegen Gazprom Export. Die Erinnerung des Autors von damals:

Etwas überraschend kommt die Förderlizenz für Konstantin Kessler. Der 21 jährige Berliner stammt zwar aus dem Eisbären-Nachwuchs aber die Statistiken des letztjährigen BackUp von Maximilian Franzreb waren in den vergangenen beiden DEL2-Spielzeiten nicht die besten. 2016/2017 kassierte in 20 Spielen 3,03 Tore pro Spiel und hielt 89% der Schüsse. 2017/2018 ging die Kurve nach unten und in nur 11 Spielen kassierte Kessler 4,38 Tore pro Spiel und hielt 86,3% der Schüsse. Für Kessler ist die #1 reserviert.

Wenig überraschend ist die Förderlizenz für das 17 jährige Goalietalent Tobias Ancicka. Ancicka ist nominell für die DNL-Mannschaft der Eisbären Juniors eingeplant, für die er auch schon in der vergangenen Saison spielte. Das er allerdings zu höheren Berufen ist, zeigt die Auszeichnung der Erich-Kühnhackl-Stiftung. Von der Stiftung erhielt er die Auszeichnung zu den drei besten deutschen Nachwuchsspielern des Jahrgangs 2001 zu gehören. Außerdem trainierte Ancicka in der vergangenen Saison während der Herbstferien (zusammen mit Verteidiger Brian Bölke) schon bei den Lausitzer Füchsen mit (Wir berichteten) und wurde dann im November mit einer Förderlizenz ausgestattet. (Wir berichteten) Am 2. Februar 2018 durfte Ancicka das erste mal DEL-Luft schnuppern und sass in Schwenningen auf der Bank. Ancicka wird wie in der vergangenen Saison die #45 tragen.

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