Eisbären Game Recap Viertelfinale Spiel 5 – Still Alive

Die Eisbären Berlin gewinnen Spiel 5 bei RB München mit 3:0 und erzwingen ein sechsten Spiel.

  • Mehr oder weniger hatte Stephane Richer die Reihenumstellung in seiner Mannschaft bereits in der Pressekonferenz am Freitag. So rückte André Rankel in die erste Reihe und bildete mit Louis-Marc Aubry und Marcel Noebels die erste Reihe. Es war die Rückkehr zur erfolgreichen Top-Reihe der vergangen Playoffs. James Sheppard spielte zwischen Sean Backman und Austin Ortega in der neu zusammengestellten zweiten Reihe. Mark Olver spielte als Center in der dritten Reihe. Auf seinen Flügeln kamen Jamie MacQueen und Brandon Ranford zum Einsatz. In der vierten Reihe bekamen Daniel Fischbuch und Martin Buchwieser mit Colin Smith einen neuen Center. In der Verteidigung gab es keine Änderungen.
  • Mit ihrem Spiel in den ersten 40 Minuten konnten die Eisbären sehr zufrieden sein. Die 0:1 Führung durch MacQueen in Überzahl war verdient. Eine höhere Führung wäre vielleicht sogar drin gewesen. München hatte Probleme mit dem guten Forecheck der Eisbären. Das Tempo, welches den Berlinern in Spiel 2 fehlte, hatten sie im fünften Spiel der Serie. Austin Ortegas Doppelpack kam in einer Phase, in der viele Mannschaft mit einer knappen Führung zu passiv werden. Die Eisbären drückten weiter und erarbeiteten sich die Tore zwei und drei. Das zweite 0:2 war das Resultat. Erst hatte Backman einen guten Schuss, München sicherte sich zwar den Abpraller, die Eisbären blieben aber hartnäckig und kamen so zur weiteren Möglichkeit. Das Glück des Tüchtigen belohnte sie, als die Scheibe von Boyles Hose abgefälscht in das Münchner Tor fiel. Beim 0:3 fingen die Eisbären den Puck an der eigenen blauen Linie ab und Ortega schloss seinen Alleingang mit einem Treffer ab.
  • Auch beim 0:1 macht Ortega für mich das entscheidende Play. Zunächst chippt er die Scheibe in die Ecke und erarbeitet sie sich, nach einem guten Check von Sheppard gegen Hager. Anschließend initiiert er die erste Chance durch DuPont. Den Rebound bekommt erneut Ortega, er dreht ab und zieht zwei Münchner auf sich und legt dann für DuPont auf. MacQueen hat auf der Weak Side dadurch enorm viel Platz. DuPont spielt einen perfekten Pass, den MacQueen per One-Timer perfekt im Tor unterbringt.
  • Kevin Poulin stoppte bei seinem zweiten Shutout der Serie 29 von 29 Schüssen. Er profitierte dabei auch von der guten Team-Defensive der Eisbären. Sie zwangen München immer wieder Schüsse aus schlechten Positionen zu nehmen und halfen Poulin so zu einem Shutout der einfachen Art.
  • Gegen Ende des zweiten Drittels kam es zu einem Zweikampf zwischen Sheppard und Konrad Abeltshauser, bei dem sich der Münchner Verteidiger am Bein verletzte und das Spiel nicht beenden konnte. Bei der Bewertung der Szene schrieb ich auf Twitter von einer “Drecksaktion von Sheppard”.
    Mit der Wahl des Begriffs “Drecksaktion”, bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen. Dass ich die Aktion von Sheppard dennoch für dreckig halte, dabei bleibe ich.
    Sheppard kommt nicht an Abeltshauser vorbei. Shugg ist als erstes an der Scheibe. Beim Zweikampf mit Abeltshauser versucht sich Sheppard mit dem Arm einen Vorteil zu verschaffen, während Abeltshauser ihn mit dem Körper Richtung Bande abdrängt. Dabei kommt Sheppard zu Fall und hält sich am rechten Bein von Abeltshauser fest und nimmt dabei in Kauf, auf das Bein von Abeltshauser zu fallen.
  • Nochmal – ich will Sheppard nicht unterstellen, dass er die Absicht hatte, einen Gegenspieler zu verletzen. Für mich ist es eine gefährliche Aktion, in der er sich im Bruchteil einer Sekunde falsch entschieden hat. Abeltshauser scheint sich dabei unglücklicherweise schwerer verletzt zu haben.
    James Sheppard zeichnet sich, vor allem in den Playoffs, auch dadurch aus, dass er dreckig spielen kann. Und mit dreckig sind die kleinen Aktionen nach Abpfiff oder Checks gemeint. Es bleibt aber meist bei der gesunden Härte. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass es auch im letzten Jahr eine Aktion in der Serie gegen Nürnberg gab, in der er mit Glück nicht für seinen Kniecheck gegen Fox bestraft wurde.
  • Spiel 5 hatte viele Parallelen zum ersten Spiel der Serie, welches die Eisbären in der Overtime verloren. In der Summe waren die Berliner die bessere Mannschaft, konnten sich aber nie so wirklich absetzen. Somit blieb München bis zur Mitte des dritten Drittels die Chance, durch einen Schuss, das Spiel wieder auszugleichen. Insofern war es wirklich bemerkenswert, dass die Eisbären weiter am Drücker blieben und nicht, wie oben bereits geschrieben, passiv wurden. Am kommenden Wochenende geht die Serie zu Ende, die Eisbären haben es selbst in der Hand, ob dies am Freitag oder Sonntag der Fall sein wird.

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