Eisbären Game Recap Playoffs Viertelfinale Spiel 1 – Die eine Strafe zu viel

Die Eisbären Berlin verlieren das erste Viertelfinalspiel gegen RB München in der Verlängerung mit 3:2. Eine blöde Strafe kostete sie am Ende die große Chance in der Serie in Führung zu gehen.

  • München hatte kein besonders gutes Spiel. Viele untypische Fehler prägten das Spiel des Titelverteidigers. Was vielleicht auch durch die acht Tage Pause seit dem Ende der Hauptrunde bedingt war, hätte für die Eisbären die große Chance sein können, dass erste Spiel zu stehlen.
  • Möglichkeiten dazu erspielten sie sich. Im ersten Drittel hatte Florian Kettemer zwei Riesenchancen, die Führung zu erzielen. Beide Male stoppte ihn Danny aus den Birken.
  • Das 2:2 durch Justin Shugg in der 55. Minute, war der Dosenöffner für München. Die letzten fünf Minuten des dritten Drittels dominierten die Hausherren. Die Eisbären kämpften sich der Sirene und der Overtime entgegen.
  • Die sechste Überzahl war es, die München für einen Treffer nutzen konnte. Es war der Treffer, der das Spiel beendete, nach einer unnötigen Strafe gegen Frank Hördler. Generell müssen die Eisbären aufpassen, in dieser Serie nicht in alte Muster zu verfallen. Drei Strafen nahmen sie im ersten Spiel in der gegnerischen Zone. Ein Halten von Daniel Fischbuch an der blauen Linie, ein Stockschlag von Colin Smith hinter dem Münchner Tor und ein Beinstellen von André Rankel im Forecheck. Dazu kommt die völlig unnötige Strafe gegen Austin Ortega, der es nach Abpfiff etwas zu gut meinte. Das sind alles vermeidbare Strafen,
  • Positiv muss man aber auch festhalten, dass die Eisbären eine gute Unterzahl gespielt haben. Aktive Schläger in den Passwegen hinderten die Münchner daran, gefährliche Chancen zu kreieren. Aus der passiven Box heraus hatten die Berliner Penalty-Killer ein gutes Timing, als es darum ging, Druck auf die Scheibe auszuüben. Letztlich war es ein Bully und der schnelle Abschluss von Shugg, der für die Entscheidung sorgte.
  • Bei eigener Überzahl taten sie sich hingegen etwas schwer. Auf den neu einstudierten Drop-Pass im Aufbau, bei dem ein Spieler die Scheibe zwischen Mittellinie und blauer Linie nochmal auf einen Mitspieler zurückspielt, der den Puck dann mit Tempo in die Zone bringen soll, hatte München schon bei der zweiten Berliner Überzahl die richtige Antwort.
  • Mark Olver kehrte in das Line-Up zurück. Zuletzt stand er am 07.10.2018 im Kader. Olver rückte in die vierte Reihe auf die Position von Charlie Jahnke zwischen Martin Buchwieser und Daniel Fischbuch. Ein über weite Strecken unauffälliges Comeback, hätte Olver beinah durch ein Tor gekrönt, traf aber die Scheibe nicht voll.
  • Eine Schrecksekunde gab es in der Schlussphase des dritten Drittels. Nach einer Münchner Chance blieb Kevin Poulin lang am Boden liegen. Nach kurzer Rücksprache mit Physio Thomas Wöhrl, konnte Poulin weiterspielen. Er zeigte keine Anzeichen, schwerer verletzt zu sein.
  • Selten entscheidet das erste Spiel über den Ausgang einer Playoff-Serie. Dennoch habe ich das Gefühl, dass die Eisbären sich über die vertane Chance noch ärgern könnten. Denn man merkte München an, dass sie acht Tage Pause hatten und zum Ende der Hauptrunde nicht unbedingt ihr bestes Hockey spielten. Die eine Strafe zu viel und die Chancenverwertung (Colin Smith darf beim drei auf zwei auch gern schießen) waren es am. Gutes Penaltykilling macht Mut. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass München am Freitag ähnlich auftritt. Wie es aussehen kann, wenn die Bayern aufdrehen, dass hat man in den letzten fünf Minuten gesehen.

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