Eisbären Game Recap Playoffs 1.Runde Spiel 1 – (T)ortega

Die Eisbären Berlin gewinnen das erste Spiel der ersten Playoff-Runde bei den Straubing Tigers in der Overtime mit 3:2. Austin Ortega erzielte in der 71. Minute den entscheidenden Treffer.

  • Das erste Spiel der Serie war geprägt von guter Defensive beider Mannschaften. In erster Linie ging es darum, größere Fehler zu vermeiden. Gefahr entwickelte sich vor allem durch Powerplay-Situationen. Dennoch fielen alle Treffer bei Fünf gegen Fünf.
  • Die Tigers scheinen sich das Spiel der Eisbären gegen die DEG nochmal ganz genau angeschaut zu haben. Denn Vieles, was Straubing in der Defensive machte, erinnerte an das was Düsseldorf zuletzt in Berlin zeigte. In der eigenen Zone überließen sie den Eisbären das Eis außerhalb der Bullykreise. Den Eisbären fiel es zu Beginn schwer einen Weg zur Mitte zu finden.
  • Beim 1:0 der Tigers, standen Charlie Jahnke und Martin Buchwieser auf dem Eis. Ihr Center war Louis-Marc Aubry. Es war eine ungewöhnliche Kombination. Ein Abstimmungsfehler führte dann auch zum Gegentor.
    Kai Wissmann schaltete in die Offensive ein gab einen Schuss ab. Wissmanns Schuss ließ Straubings Goalie Jeff Zatkoff in die Ecke prallen. Charlie Jahnke wollte die Scheibe tief in die Rundung spielen, spielte sie aber genau auf den Schläger von T.J. Mulock. Mulock sah, dass es in der Berliner Defensive keine Absicherung für Wissmann gab und Florian Kettemer allein zwei Sraubinger Spieler verteidigen musste.
  • Diese beiden Straubinger Spieler waren Sven Ziegler und Vladislav Filin. Kettemer verteidigte den Querpass optimal, sodass Ziegler nur der Schuss als Option blieb. Er platzierte ihn so, dass der Abpraller möglichst einen Nachschuss durch Filin kreiert. Und somit waren am ersten Gegentor der Playoffs 2019 alle drei Ex-Eisbären der Straubing Tigers beteiligt.
  • Die drei folgenden Tore des Spiels ähnelten sich dann doch sehr stark. Immer gab es viel Verkehr vor den Goalies. Buchwieser arbeitete die Scheibe über die Linie zum 1:1. Einen von zwei Straubinger Spieler verdeckten Schuss von Micki DuPont, fälschte Austin Ortega zur 2:1 Führung ab. Beim Ausgleich von Antoine Laganière befanden sich zwei Straubinger Spieler im direkten Sichtfeld von Kevin Poulin.
  • Straubing Headcoach Tom Pokel setzte seine Top-Reihe um Jeremy Williams häufig gegen die momentan gefährlichste Reihe der Eisbären ein. Offenbar gefiel ihm das Match-Up seiner Spieler gegen Austin Ortega Louis-Marc Aubry und Brandon Ranford. Das bessere Spiel hatte die Reihe der Eisbären. Ortega und Ranford wechselten häufig die Seiten, was für Verwirrung in der Straubinger Defensive sorgte.
    Im späteren Verlauf des Spiels, suchte Ortega häufig den Weg nach innen, nachdem er die blaue Linie überquert hatte.
  • So entstand auch das entscheidende Tor in der Overtime. Ortega kommt durch die neutrale Zone mit Puckbesitz und zieht an der blauen Linie nach innen. Ranford geht den direkten Weg zum Tor und zieht so den Verteidiger von Ortegas Seite mit sich und verschafft Ortega somit noch mehr Platz. Ortega und Ranford spielen einen Doppelpass, der dazu führt, dass Ortega die Scheibe ins leere Tor einschieben kann. So schön kann Eishockey sein.
  • Die unschöne Seite gab es in in der 56. Minute zu sehen. Nach einem Check von Jonas Müller blieb Filin liegen. Er kehrte zwar später auf die Bank der Tigers zurück, er spielte aber keinen Wechsel mehr. Beim Check lehnte sich Filin nach vorn, um den Puck noch zu erreichen. Müller fährt einen harten Check gegen Filins Schulter. Der Straubinger Stürmer prallt dann mit voller Wucht mit dem Kopf gegen die Band. Die Schiedsrichter auf dem Eis gaben Müller eine kleine Strafe wegen Bandenchecks.
    Für mich geht diese Entscheidung in Ordnung. Vielleicht hätte man eine 2+2 Strafe aussprechen können, mehr aber auch nicht. Die Liga wird sicher nochmal auf die Situation schauen, aber ich denke nicht, dass Müller hier mit einer weiteren Strafe rechnen muss.

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