Eisbären Game Recap 14 – Kleine Veränderungen

Eine ereignisreiche Woche bei den Eisbären Berlin, wurde mit einem 4:5 Shootout-Sieg bei der Düsseldorfer EG beendet. Zuvor gab es am Dienstag gegen Nürnberg die vierte und am Freitag gegen Augsburg die fünfte Heimniederlage in Folge.

  • Das Spiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers sollte das letzte Spiel für Clément Jodoin als Headcoach der Eisbären Berlin sein. Im Dezember konnte die Mannschaft unter seiner Führung nur zwei von sechs Spielen gewinnen. Über die Entlassung von Clément Jodoin haben Flo und ich ausgiebig in der Sonderfolge des Hauptstadteishockey Podcast gesprochen. Somit haben wir zu dem Thema eigentlich alles gesagt. Empfehlen möchten wir zudem trotzdem diesen Beitrag des Eis-Dynamo, welchem wir uns komplett anschließen:
  • Gegen Nürnberg gab es in den ersten zehn Minuten drei Gegentreffer nach individuellen Fehlern, die den Gästen letztlich ausreichten. Einen richtigen Weg zurück ins Spiel fanden die Eisbären nicht. Der defensiven Stärke der Nürnberger kam das entgegen. Zudem hielt es Dany Richmond in der siebten Minute für eine gute Idee, sich mit Taylor Aronson zu prügeln. Die Idee war so gut, dass Aronson erst davon erfuhr, als die Richmonds Faust sein Gesicht bereits zum zweiten Mal besuchte. Offenbar motiviert von dieser inspirierenden Idee, erzielte Nürnberg in der Minute nach der Schlägerei zwei Tore.
  • Große Veränderungen darf man im System der Eisbären wohl vorerst ohnehin nicht erwarten. Dazu gibt der Spielplan einfach nicht genug Zeit her. Zum Zeitpunkt von Jodoins Entlassung standen acht Spiele in 18 Tagen auf dem Plan. Die Möglichkeiten an den wenigen spielfreien Tagen, neue Dinge einzustudieren, sind einfach begrenzt.
  • Am Freitag gegen Augsburg spielten die Eisbären das erste Mal in dieser Saison in rot. Das war eine dieser kleinen Veränderungen, die Richer im Vorfeld ankündigte. Ok unironisch reiht sich das Spiel gegen den AEV in die Top 3 der schwächsten Spiele der bisherigen Saison ein. Augsburg nutzte zwei von fünf Überzahlmöglichkeiten und das reichte eigentlich auch schon aus. Zwar hatten die Eisbären im Verlauf des Spiels sehr viel Scheibenbesitz, wirklich etwas Gefährliches sprang dabei nicht heraus. Zum einen machte es Augsburg clever, die Angriffe der Eisbären immer wieder nach Außen zu drängen. Allerdings fiel den Berlinern auch nichts besseres ein. 64% ihrer Schussversuche kamen aus dem ungefährlichen Bereich oben an der blauen Linie.
  • Der Sieg im Penaltyschießen am Sonntag in Düsseldorf, war bereits der vierte Erfolg der Eisbären in Skills Competition. Schon vor dem Spiel lagen sie damit in der Liga an der Spitze. Allerdings war der Sieg bei der DEG der erste ohne Florian Kettemer. Der Verteidiger verletzte sich am Freitag gegen Augsburg und fehlte am Sonntag. Er hatte bisher jeden seiner drei Versuche im Penaltyschießen nutzen können.
  • Für kurzzeitige Verwirrung sorgte der Penalty, den die Eisbären im ersten Drittel zugesprochen bekamen. Ich denke, die Schiedsrichter haben hier richtig entschieden. Bereits am 16. Dezember gegen Köln gab es ein ähnliche Szene, in der ein Kölner Spieler den Puck mit der Hand im Torraum abdeckte. Gegen Köln gab es den Penalty, den die Regel dabei vorsieht, nicht.
  • Für die Moral war der Sieg in Düsseldorf sicher wichtig. Schließlich lagen die Eisbären im Verlauf des Spiels dreimal zurück. Tatsächlich fällt es mir aber schwer, viel Positives aus dem Spiel mitzunehmen. Zwei der vier Eisbären-Tore sind im Powerplay erzielt worden. Der Ausgleichstreffer von MacQueen per Penalty. Alle Tore der DEG fielen aus dem Spiel heraus, bei Fünf gegen Fünf. Dabei war es erschreckend auffällig, wie einfach es teilweise für die DEG war, durch die neutrale Zone zu kommen. Phasenweise wirkte es fast so, als würden die Berliner Verteidiger die blaue Linie herschenken und sich zu sehr in die eigene Zone fallen zu lassen.
  • Nach dem Spiel gegen die DEG sagte Marcel Noebels bei Telekomsport, dass die Eisbären nun endlich wieder offensiver agieren würden. Ich war davon irritiert. Hatte ich doch ein paar Tage zuvor einen Blick in die Statistiken geworfen und festgestellt, dass sich die Eisbären zum Zeitpunkt von Jodoins Entlassung, mit 1510 Schussversuchen (Corsi For) auf Platz drei der Liga befanden. Bei den Schüssen aufs Tor (SOG) waren sie sogar mit 968 SOG auf Platz zwei hinter RB München. Die Eisbären agierten also bereits vor dem Trainerwechsel durchaus offensiv. Problematisch wird es erst, beim Blick auf die Shooting Percentage, also die Erfolgsquote ihrer Schüsse. Hier lagen die Eisbären zum Zeitpunkt von Jodoins Entlassung mit einem Wert von 7,75% auf dem vorletzten Platz der DEL. Nur Schwenningen hat eine etwas leicht schwächere Erfolgsquote bei Schüssen (7,71%).
  • Charlie Jahnke spielte hatte gegen Düsseldorf ganze 94 Sekunden Eiszeit... #FreeCharlie

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