Eisbären Game Recap 11 – Zwei von Drei

Drei Spiele hatten die Eisbären Berlin in dieser Woche in der Deutschen Eishockey Liga zu absolvieren. Auf einen überzeugenden 4:0 Sieg gegen die Straubing Tigers, folgte eine im englischen gern als „No-Show“ bezeichnete 0:4 Niederlage gegen die Kölner Haie. Am Sonntag folgte dann noch ein Sieg in letzter Minute gegen die Adler Mannheim.

  • Noch vor Beginn des Spiels der Eisbären gegen die Straubing Tigers am Dienstag, wurde die Vertragsverlängerung von Florian Kettemer vermeldet. Der Verteidiger bleibt den Rest dieser und die kommende Saison in Berlin.

  • Sportlich überzeugten die Eisbären gegen die Niederbayern. Nach einem durchwachsenden Beginn und den besseren Chancen für die Gäste, erzielte Jonas Müller seinen ersten Saisontreffer. Als Brandon Ranford 49 Sekunden später direkt das 2:0 nachlegen konnte, waren die Weichen auf Sieg gestellt. Mit seinem zweiten Treffer, konnte Ranford sich im zweiten Drittel an die Spitze der internen Torjägerliste setzen. MacQueen traf gegen Straubing zum 4:0 und zog am Sonntag mit seinem Treffer wieder mit Ranford gleich.
  • Was nach dem 4:0 passierte, haben wir auf dem Blog und in unserem Twitterfeed schon zu genüge ausgewertet. Die DEL sperrte zwei Spieler der Tigers nach ihren Entgleisungen auf dem Eis. Cheftrainer Clemént Jodoin war so angefressen, dass er aus Selbstschutz nicht an der anschließenden Pressekonferenz teilnahm und lieber Assistenztrainer Gerry Fleming schickte.

  • Angefressen war Jodoin allerdings auch nach dem Spiel am Freitag gegen die Kölner Haie. Als emotionslos bezeichnete er die Leistung seiner Mannschaft. „Es sah teilweise so aus, als sei es ein Freitagabend-Spiel unter Freunden, wo sich keiner verletzen will.“ Ungewöhnlich deutliche Worte, wie man sie so auf Pressekonferenzen selten hört. Auch Marcel Noebels unternahm in der Mixed Zone nicht den Versuch irgendetwas schön zu reden: „Wir haben zurecht verloren. Ich ärgere mich sehr über die Leistung von allen, auch von mir selber.“
  • 0:3 stand es am Freitag nach 20 Minuten. Bei zwei Gegentreffern sah Kevin Poulin vielleicht nicht ganz glücklich aus. Dennoch lag es ganz sicher nicht an ihm, aber den Goalie nach dem ersten Drittel zu wechseln, um der Mannschaft ein Signal zu senden und sie vielleicht auch zu etwas besserer defensiver Ordnung zu zwingen, war in der Situation absolut richtig. Maximilian Franzreb, der zuletzt am zweiten Spieltag in der DEL zwischen den Pfosten stand, war von Beginn des zweiten Drittels sofort gefordert. Der Effekt des Torhüterwechsels verpuffte, Köln hatte weiter mehr vom Spiel und war näher am vierten Tor, als die Eisbären am Ersten.

  • Nur eine nennenswerte Chance konnten sich die Berliner gegen Köln erspielen – den Pfostenschuss von Müller.
  • Weniger Probleme mit der Motivation schien es am Sonntagnachmittag gegen Mannheim gegeben zu haben. Von Beginn an waren die Eisbären da. Sie nahmen die Zweikämpfe an und spielten gegen die Adler ein gutes Auswärtsspiel. Klar, mit einer besseren Chancenverwertung, müssten die Adler dieses Spiel eigentlich gewinnen (wo haben wir das nur schon mal gehört?). Ganz so deutlich wie beim ersten Aufeinandertreffen, war es dann aber auch nicht. Zum einer sicher, weil die Adler momentan ähnliche Verletzungssorgen haben, wie die Eisbären. Zum Anderen, weil die Eisbären in diesem Spiel früher zu eigenen Chancen kamen und nicht nur allein in Überzahl gefährlich waren.
  • Dennoch haben sie zwei ihrer drei Tore im Powerplay erzielen können. Sean Backman scheint in dieser Saison nur in Überzahl das Tor zu treffen. Es war sein fünften Tor der Saison, alle hat er im Powerplay erzielt. (Ich werd nicht müde, das hier immer und immer wieder zu betonen)
  • Zu Beginn des dritten Drittels waren die Eisbären acht Sekunden zu spät auf dem Eis. Die Adler waren allerdings so nett, schon 18 Sekunden zu früh an die Overtime zu denken.

  • Unterm Strich holten die Eisbären also in der letzten Woche sechs von neun möglichen Punkten. Nach der Niederlage gegen Köln wurde in einer Berliner Zeitung von Minikrise gesprochen. Zumindest die Überschrift versuchte dies zu implizieren. Zuvor hatten die Eisbären erstmals in dieser Saison drei Spiele in Folge gewonnen. Die Hauptrunde hat 52 Spiele, da kommen solche Spiele wie das gegen Köln schon einmal vor. Am Sonntag haben die Eisbären die richtige Reaktion gezeigt. Für die Adler war es übrigens die dritte Niederlage in Folge und da fängt doch auch keiner an am Stuhl des Trainers zu rütteln…

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