Eisbären Game Recap 10 – Big Points

Den Eisbären gelangen am Wochenende zwei wichtige Siege. Nachdem es gegen die DEG erst in der Verlängerung die Entscheidung gab (3:2 SO), erarbeiteten sie sich in Ingolstadt drei Punkte (2:4) und verkürzen den Abstand auf Platz fünf auf einen Punkt.

  • Das Spiel gegen die DEG hätte auch richtig in die Hose gehen können. Die Düsseldorfer waren in der Anfangsphase des Spiels besser und vor allem zielstrebiger als die Eisbären. Der DEG gelang es nahezu ungestört, die neutrale Zone zu überbrücken und sich immer wieder gute Chancen zu erspielen. Bei beiden Gegentore nutzten die Rheinländer schlimmer Fehler in der Berliner Zuordnung aus. Dosenöffner waren die beiden Treffer von Ranford und MacQueen innerhalb von 30 Sekunden zur Mitte des zweiten Drittels. Zu diesem Zeitpunkt waren die Eisbären seit mehr als 100 Minuten ohne eigenen Treffer, kamen dann aber besser ins Spiel.
  • Etwas ähnlich lief es am Sonntag in Ingolstadt auch. Nach dem Führungstreffer von Ranford, fand der ERCI die bessere Antwort und ging nach 20 Minuten mit einer verdienten Führung in die Kabine. Backman glich in der 22. Minute im Powerplay aus. Es war erst der vierte Saisontreffer für Backman – alle in Überzahl.

  • Zu Beginn des dritten Drittels vergaben die Eisbären zunächst die große Chance auf das 2:3, als sie eine doppelte Überzahl nicht nutzen konnten. Und auch eine weitere Überzahl kurz darauf blieb ungenutzt und gerade als sich der Gedanke im Kopf festsetzte, dass dies möglicherweise dem ERC mehr geholfen hat, als den Eisbären, erzielte Frank Hördler die Führung.
  • Jonas Müller ist zurück. Drei Tage nach seinem 23. Geburtstag, feierte er gegen die Düsseldorfer EG am Donnerstagabend sein Comeback. Und der Verteidiger wurde an diesem Wochenende direkt wieder gefordert. Über 16 Minuten spielte er gegen die DEG. Am Sonntag in Ingolstadt kam er auf knapp 15 Minuten Eiszeit. Auf der rechten Verteidigungsseite neben Frank Hördler spielte er auffällig offensiv. Mit klugen Aktionen brachte er die Scheibe immer wieder kontrolliert aus der eigenen Zone oder in das Angriffsdrittel. Auch in der Defensiv war er gewohnt Laufstark, ohne grobe Fehler. Seine erste Vorlage der Saison durfte er sich am Freitag auch abholen. Es war Müllers Pass, der den Treffer von Brandon Ranford zum 1:2 einleitete.

  • „Du merkst auch erst was dir an Jonas Müller gefehlt hat, wenn Jonas Müller wieder dabei ist.“ schrieb ich auf Twitter. Beispielhaft dafür war eine Szene aus dem Spiel in Ingolstadt. Müller kommt frisch von der Bank. Die restlichen Spieler wechseln gerade. Müller bekommt den Puck in der neutralen Zone – 9 von 10 Spielern würden in dieser Situation die Scheibe tief spielen und kein Risiko eingehen. Müller weiß allerdings, dass die Ingolstädter bereits lang auf dem Eis sind und hat etwas Platz. Er entscheidet sich, mit der Scheibe in das Angriffsdrittel zu fahren, sie an der Bande festzumachen und zu warten, bis der Wechsel der eigenen Mannschaft durch ist. Er zieht drei Spieler des ERC auf sich und verhindert deren Wechsel. Anschließend kreiert er mit einem Pass den Schussversuch von Florian Busch.
  • Dieser Wechsel gegen Ende des ersten Drittels, endete für Müller übrigens mit diesem Check (Versuch) gegen Lolle Braun.
  • Florian Kettemer entschied das Spiel am Donnerstag gegen die DEG im Penaltyschießen. Es war erneut der Move, den er bereits gegen Schwenningen und Wolfsburg zeigte: Lang auf der Vorhand warten und dann trocken abschließen. Bislang mit 100%iger Erfolgsquote (3 von 3). Kettemer allerdings als torgefährlichsten Verteidiger der Liga zu bezeichnen ist schlicht falsch. Er hat drei seiner acht Tore im Penaltyschießen erzielt. Diese drei Treffer waren letztlich die entscheidenden Tore. In zwei dieser Shootouts traf allerdings auch ein weiterer Spieler der Eisbären. Einmal Brandon Ranford und einmal Jamie MacQueen. Beide bekommen ihre Treffer übrigens nicht angerechnet, weil die Statistik nur den Siegtorschützen zählt, was unter uns ziemlich großer Quatsch ist.

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