Eisbären Game Recap 07 – #FreeCharlie

Nach 15 Spieltagen stehen die Eisbären Berlin auf dem sechsten Tabellenplatz. Nach einem schlechten Auftritt in Bremerhaven, wo sie schmeichelhaft 2:3 gewinnen konnten, folgte ein knapper 5:4 Sieg zu Hause beim zweiten Pink in the Rink Spiel 2018 gegen die Thomas Sabo Ice Tigers.

  • Das zweite Saisonviertel begann in Bremerhaven, wie das erste Viertel in Köln zu Ende ging. Zum wiederholten Mal haben die Eisbären das Spiel zu lang dem Gegner überlassen. Was gegen Köln zu einer verdienten Niederlage führte, reichte in Bremerhaven zu einem mehr als glücklichen Sieg. Im Podcast sprachen wir die Woche darüber, dass sich die Eisbären defensiv auch etwas zu sehr auf die guten Leistungen von Kevin Poulin verlassen, der auch an diesem Wochenenden wieder sehr stark hielt. Es bleibt dennoch ein Spiel mit dem Feuer. Auch wenn es am Freitag das glücklichere Ende für die Eisbären gab, weil sie zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht haben.
  • Letzte Woche haben wir uns ja zugegebenermaßen sehr über den ersten DEL-Treffer von Charlie Jahnke gefreut. Zwischenzeitlich wurde das Tor zurecht Martin Buchwieser gutgeschrieben. Am Freitag freuten wir uns dann aber umso mehr, als Freitag Vincent Hessler seinen ersten Treffer in der Deutschen Eishockey Liga erzielen konnte und diesen behalten durfte, denn auch dieses Mal war Martin Buchwieser in die Entstehung des Treffers involviert. Im Stile eines Torjägers, lauerte Hessler nach dem Schuss von Buchwieser auf den Abpraller und drückte die Scheibe dann über die Linie.

  • Und auch am Sonntag freuten wir uns wieder über den ersten DEL-Treffer von Charlie Jahnke. Wieder vergebens. Was hat der Junge angestellt, dass ihm der Treffer immer wieder verwehrt bleibt? Kurz nachdem Nürnberg das 3:3 durch Weiß erzielte, kam die Scheibe aus der Ecke zu Hessler, der sie gedankenschnell auf Jahnke weiterleitete. Jahnke hatte die Lücke zwischen den beiden Nürnberger Verteidigern erkannt und war bereits gestartet. Der Pass von Hessler kam perfekt in den Lauf, Jahnke hatte nur noch Jenike vor sich und verwandelte.
  • Auf der anderen Seite soll es aber einen Pfiff gegeben haben, als Jahnke allein auf Jenike unterwegs war. Problem dabei, niemand in der Arena hat den Pfiff wahrgenommen. Nicht mal der zweite Hauptschiedsrichter, der sofort auf das Tor zeigte, als Jahnke traf. Was war passiert? Taylor Aronson war passiert.
  • Der Nürnberger Verteidiger sorgte für den Puckverlust, der direkt für den Konter sorgte. Richmond, wollte ihn in der Ecke checken, was den Aronson dazu verleitete seinen Schläger direkt in das Gesicht von Richmond zu halten. Um es mal nett zu formulieren, das war ein hoher Stock. Eher aber ein Stich in das Gesicht von Richmond. Sorry an die Kollegen aus Nürnberg, aber was hat der Schläger dort zu suchen? Vielleicht versucht er sich selbst zu schützen, aber reißt man dabei den Schläger hoch, in Richtung des Kopfs seines Gegenspielers? Tino Boos wird die passende Antwort darauf finden…
  • Im Rückblick auf die ersten 13 Spiele der Saison, haben wir noch darüber geschrieben, dass James Sheppard jedes seiner bis dato drei Tore in Überzahl erzielte. Sein 2:1 Führungstreffer am Freitag gegen Bremerhaven war sein erstes Tor bei fünf gegen fünf. Am Sonntag gegen Nürnberg legte er dann direkt noch einen weiteren Treffer bei fünf gegen fünf nach und bereitete mit einem starken Pass auf Rankel das zwischenzeitliche 5:3 vor. Zudem konnte Florian Kettemer in seinem 500. DEL-Spiel eine Vorlage sammeln.
  • Mark Cundari sammelte am Wochenende drei Vorlagen und erzielte seinen ersten Treffer im Eisbären-Trikot. Hoffen wir mal, dass beim spielstarken Verteidiger endlich der Knoten geplatzt ist und er sich nun im Kader festspielen kann. Ein Cundari in ähnlicher Form, wie man es aus Augsburg gewohnt war, würde das bislang beste Powerplay der Liga noch besser machen. Und auch bei fünf gegen fünf macht ein Cundari in der Form des vergangen Wochenendes mehr Spaß, als der Cundari aus den ersten 13 Saisonspielen.
  • 83 Schussversuche hatten die Eisbären am Sonntag gegen Nürnberg. 57 gingen davon auf das Tor der Ice Tigers. Zum Vergleich am Freitag gegen Bremerhaven hatten sie 19 Versuche, davon 11 auf das Tor der Pinguins.
  • Sieben Schüsse auf das Tor hatten am Sonntag jeweils Micki DuPont und Brendan Ranford. Letzterer hatte mit zwei Treffern auch großen Anteil am Sieg. Sein Tor zum 2:0 war übrigens Ranfords erster Treffer im Powerplay. Für seinen zweiten Treffer darf er Florian Busch sicher demnächst eine Kiste Bier spendieren.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.