Eisbären Game Recap 05 – Jugend forscht

Wie schon die Woche zuvor, hatten die Eisbären in den vergangenen sieben Tagen drei Spiele zu bestreiten. Sechs von neun möglichen Punkten, klingen auch erst mal nach einer guten Bilanz. Allerdings konnten sie nur drei Zähler in der DEL ergattern. Am Mittwoch fuhren die Eisbären ihren ersten Sieg in der Champions Hockey League ein. Moralisch war das 4:1 gegen Neman Grodno ein wichtiger Erfolg. Am Freitag folgte ein 3:1 Sieg bei den Krefeld Pinguinen. Das Spiel am Sonntag gegen den ERC Ingolstadt ging allerdings mit 1:3 an die Gäste.

  • Dies ist das erste Game Recap in der Post Jason Jaspers Ära #JJ12 🙁
  • Der Tenor nach der Partie am Sonntag war klar, bei 5 gegen 5 erzielen die Eisbären zu wenig Tore. Darüber waren sich Headcoach Clément Jodoin, Marcel Noebels und Danny Richmond einig. Zwar erspielen sie sich Chancen, bei Torerfolgen sind sie allerdings zu sehr auf ihr Powerplay angewiesen. Wir erinnern uns an das letzte Jahr, als das Powerplay sehr schlecht aussah und man sich fast gewünscht hat, dass es keine Strafen gegen den Gegner gibt, da die Eisbären bei gleicher Stärke viel dominanter waren. In den bisherigen elf Spielen gelingt es ihnen mal besser, mal schlechter. Ein wenig Hilfe des Gegners ist dabei aber sehr nützlich. Zum Beispiel am Sonntag, als Ingolstadt nach dem 0:2 das Spiel hauptsächlich an die Eisbären abgab und sich eher auf die Defensive und Konter konzentrierte.
  • Dabei sieht das Spiel bei 5 gegen 5 nicht schlecht aus. Die Eisbären haben viel Puckbesitz und erspielen sich auch Chancen. In einigen Situationen fehlt ihnen dann leider auch das Scheibenglück. Die Reihe Busch, Ranford, Smith hatte gegen Ingolstadt zum Beispiel sehr viel Scheibenbesitz in der gegnerischen Zone. Viel hat ihnen zum Torerfolg nicht gefehlt. Noebels hat seit seinem Comeback gegen Bremerhaven, wo er gleich zwei Tore erzielte, auch nicht mehr getroffen. Manchmal sind es nur wenige Zentimeter, wie im Spiel gegen Krefeld, wo er Patrick Klein bereits überwunden hatte, aber dann den Pfosten trifft.

  • Seit Maxi Adam in den DEL-Kader berufen wurde, spielt er an der Seite von Micki DuPont. Seine Eiszeit entwickelt sich konstant nach oben. Auf knapp zwölf Minuten gegen Schwenningen, folgten etwa 14 Minuten in Krefeld. Gegen Ingolstadt spielte Adam 16 Minuten. Das Paar scheint dem Trainerteam gut zu gefallen. In allen drei Spielen dieser Woche standen Adam und DuPont in der Starting Six. DuPont scheint generell keine unwichtige Rolle in der Entwicklung der jungen Eisbären Verteidiger zu spielen. Auch Jonas Müller entwickelte sich an der Seite des mittlerweile 38-Jährigen zu einem der besten deutschen Verteidiger. Oder wie Wally bereits letzte Saison auf Twitter schrieb: „Wenn du ein Großer werden willst, musst du mit den Großen trainieren.“, als er Adam und DuPont bei der gemeinsamen WarmUp-Routine vor dem ersten DEL-Finalheimspiel am 15. April in der Arena beobachtete.
  • Charlie Jahnke und Vincent Hessler sind aufgrund der Erkrankungen von Martin Buchwieser und André Rankel in den Kader gerückt. Beide spielten bislang sehr gut in der DEL 2 für die Lausitzer Füchse und hatten sich so ihren ersten Saisoneinsatz in der CHL verdient. Auch in den beiden Spielen am Wochenende standen sie im Kader. Jahnke konnte den besseren Eindruck der beiden hinterlassen. In Krefeld kreierte er einige Chancen für seine Mitspieler, gegen Ingolstadt hatte er die erste große Torchance des Spiels. Jahnke wirkte in den ersten Spielen der Saison für die Eisbären sehr selbstbewusst. Als wäre er etwas freier, weniger in ein System gezwängt. Er teilte auch den einen oder anderen Check aus. Bei Eiszeiten unter sieben Minuten, ist es besonders wichtig, auf sich aufmerksam zu machen. Dass Jahnke sogar in Unterzahl neben James Sheppard zum Einsatz kam, zeigt das Vertrauen des Trainerstabs in den 20-Jährigen. #FreeCharlie

  • Sein Schuss sei nicht der beste Skill in seinem Repertoire, verriet Danny Richmond in der Mixed-Zone nach dem Spiel gegen den ERC Ingolstadt. Dass es aber auch nicht der Schlechteste ist, zeigt sein Tor zum zwischenzeitlichen 1:2. Seit dem Spiel gegen Mannheim spielt Richmond an der Seite von Baxmann. In den letzten drei Spielen sammelte Richmond vier Punkte (3 Vorlagen, 1 Tor) und scheint neben dem etwas defensiver denkenden Baxmann besser in das Aufbauspiel und die Offensive eingebunden zu sein.

  • Dass ich zumindest etwas skeptisch gegenüber der Verpflichtung von Kevin Poulin eingestellt war, sollte ja kein Geheimnis sein. Aber ich kann auch nicht bestreiten, dass Poulin bislang sehr überzeugend agiert. Hier und da ist er für meinen Geschmack etwas zu riskant und aggressiv, aber so lang er Spiele gewinnt bzw. der Mannschaft davor zumindest die Chance gibt Spiele zu gewinnen, kann ich damit leben. Wenn man aber die Diskussion über den bislang besten Goalie der Liga führt, sollte man doch bitte auch so ehrlich sein und auf die Anzahl der gespielten Spiele schauen. Kölns Gustaf Wesslau hat nach zehn Einsätzen eine Fangquote von 92,9 Prozent. Beim Schweden sollte die Diskussion um den derzeit besten Goalie der Liga beginnen.

  • Ich versuche ja immer das Recap mit einem positiven Punkt zu beenden. Heute will ich euch Hoffnung machen, Sean Backman hat erst zwei Tore geschossen. Zum selben Zeitpunkt hatte er im Vorjahr bereit fünf Treffer auf dem Konto. Gemeinsam mit MacQueen hat er mit 39, die meisten Schüsse des Teams. Backman wird die Saison nicht mit einer Schussquote von 5 Prozenz beenden, die Tore werden kommen.

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