Eisbären erkämpfen drei Punkte gegen Straubing

„Wir haben bisher in noch keinem Spiel über 60 Minuten gutes Eishockey gespielt“, sagte Stefan Ustorf vor dem Sonntagsspiel der Eisbären Berlin gegen die Straubig Tigers. Und auch beim 3:1 Heimsieg gegen die Bayern traf diese Aussage erneut zu.

Spielverlauf

Erneut kamen die Eisbären schwer in die Partie und hatten im ersten Drittel erhebliche Probleme ihr Spiel aufzuziehen. Dennoch kamen sie immer wieder zu guten Chancen, die beste hatten sie durch Oppenheimer, dem nur wenige Centimeter zum Führungstreffer fehlten. Im Verlauf des Drittels kam Straubing dann auch vermehrt zu Chancen.
Nicht ganz unverdient gingen die Gäste in der 25. Minute durch Williams in Führung. Der Treffer war wie ein Weckruf für das Team von Uwe Krupp. In der 29. Minute erzielte Oppenheimer seinen 2. Saisontreffer. Keine zwei Minuten später traf Mark Olver, nach einem überragenden Pass von Fischbuch, zur 2:1 Führung.


Auch den dritten Abschnitt begannen die Eisbären druckvoll. Micki DuPont erzielte die Führung zum 3:1, es war sein 200. Punkt im 301. Spiel für die Eisbären. Der Treffer war dann auch der letzte in einem von viel Biss und Kampf geprägten Spiel.

Gedanken:

  • Täglich grüßt die Überzahl: Auch heute hatten die Eisbären wieder eine ganze Reihe an Powerplay-Situationen. Uwe Krupp schickte verschiedenste Überzahlformationen auf das Eis. Thomas Oppenheimer spielte zeitweise als vierter Stürmer in Überzahl. Die Grundidee einer 1-3-1 Formation ist bei den Eisbären meist zu erkennen, jedoch fehlt es in der Umsetzung an Tempo und auch an Kreativität. Das Powerplay-Tor von Oppenheimer war dementsprechend auch ein Produkt guten Forecheckings.
  • Die Unterzahl hingegen sieht schon sehr gut aus. Die Box lässt wenige Querpässe zu und sorgt sogar für Gefahr bei Scheibenverlusten des Gegners.
  • Petri Vehanen bringt bekanntlich nicht so viel aus der Ruhe. Der Finne ruht in sich und lässt sich auch von vereinzelten Provokationen gegnerischer Stürmern nicht aus der Ruhe bringen. Umso bemerkenswerter war sein Stockschlag gegen Ende des zweiten Drittels. Seiner Leistung hat der „Ausraster“ nicht geschadet, Vehanen zeigte erneut eine sehr starke Partie.

  • Gute Schüsse/Schlechte Schüsse: Micki DuPont schießt bekanntermaßen viel auf das gegnerische Tor. Wenn man nur auf die Statistiken schaut, könnte der Eindruck entstehen, DuPont schießt einfach nur blind. Dieser Eindruck täuscht beim Blick auf das Spiel des Kanadiers. Viele Schüsse sind clevere Schlenzer in Richtung Tor, um Abpraller oder Chaos zu kreieren. Auch heute hatte DuPont mit 10 Schüssen die meisten Versuche aller Berliner. Bei seinem Treffer zum 3:1 verwertete er einen Querpass von Oppenheimer.
  • Mit dem ersten 6-Punkte-Wochenende der Saison können die Eisbären sehr zufrieden sein. Beide Spiele – besonders das Freitagsspiel gegen Wolfsburg – haben aber auch gezeigt, dass Uwe Krupp und sein Team noch jede Menge Arbeit vor sich haben, um dann auch über 60 Minuten gutes Eishockey zu spielen.

Stimmen zum Spiel:

Thomas Oppenheimer: „Der entscheidende Moment war unsere Unterzahl. Haben eine gute Moral gezeigt.“

Danny Richmond: „Die Jungs haben einen super Job gemacht. 9 von 12 Punkten sind gut für das Team.“

Uwe Krupp: „Es war wieder das erwartet harte Stück Arbeit gegen Straubing. Der Schlüsselpunkt war, dass wir die 5 gegen 3 Unterzahl überstehen konnten.“

 

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