Effektive Münchner gewinnen Spiel vier und fahren mit Matchpucks nach Hause

Im vierten Spiel der DEL Finalserie 2018 verlieren die Eisbären gegen München mit 2:4. Die ließen erneut zu viele Chancen in Überzahl liegen.

Die Eisbären kamen gut in das vierte Finalspiel. Vor allem durch konsequentes Körperspiel brachten sie die Münchner in der Anfangsphase immer wieder aus dem Konzept. Stellvertretend seien hier die Checks von Sheppard gegen Pinizotto (die beiden werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr) und Kettemer, sowie der Check von Oppenheimer gegen Joslin genannt. In der fünften Minute verzögerte Bukarts clever am rechten Bullypunkt und legte quer auf MacQueen, der zum 1:0 durch die Beine von Aus den Birken traf. #GodSaveMacQueen
Die Eisbären waren durch den Führungstreffer am Drücker, ließen aber wieder einige Großchancen liegen. Darunter auch eine Fünf gegen Drei Überzahl. Wenige Sekunden war München wieder komplett, als Seidenberg über links zu viel Platz bekam, seinen Schuss fälschte Kastner zum 1:1 Ausgleich ab. Durch viele Strafen gegen beide Teams, war das Spiel im weiteren Verlauf des Drittels etwas zerfahren. Keine der beiden Mannschaften kam bis zur ersten Pause wieder so richtig zu ihrem Spielfluss.


Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Münchner zunächst mehr vom Spiel. Den Eisbären blieben nur einige Entlastungsangriffe, die aber stets gefährlich wurden. Bei einem dieser Angriffe fuhr Petersen rechts am Tor vorbei, als er am linken Pfosten wieder um das Tor kam, legte er perfekt für Backman auf – 2:1. Danach hatten die Berliner bei einigen Zwei auf Eins Situationen die Führung sogar zu erhöhen. Auch eine doppelte Überzahl ließen sie erneut ungenutzt. Und so kam es, wie es kommen musste. Wieder vollzählig traf erst Matsumoto zum Ausgleich. Kurz vor der zweiten Drittelpause kam es sogar noch dicker, als Seidenberg mit einem Schlagschuss von der blauen Linie die Münchner Führung erzielte.


In vielerlei Hinsicht ähnelte das dritte Drittel dem Mittelabschnitt. Die Eisbären hatten bei Fünf gegen Fünf etwas die Oberhand, vergaben aber zu viele Chancen. Erneut kam im Powerplay nichts zusammen, als Kettemer in der 50. Minute auf die Strafbank musste. Immerhin konnte München bei eigenenr Überzahl die Führung selbst nicht erhöhen. Den Deckel packte Kahun zweieinhalb Minuten vor dem Ende drauf. Der Münchner bekam im Angriffsdrittel zu viel Platz, brachte sich gut in Position und schoss Vehanen durch die Schoner zum 2:4.


München war in Spiel vier über weite Strecken nicht das bessere Team. In eigenener Überzahl waren die Berliner allerdings zu ungefährlich und nahmmen sich so die Chance, das Spiel zu entscheiden. Immerhin funktionierte das Unterzahlspiel im vierten Spiel der Serie besser, als noch am Mittwoch. Mit dem Rücken zur Wand fahren die Eisbären nun am Sonntag nach München. Mit einer ähnlichen Leistung wie heute und vor allem einem besseren Powerplay könnte noch ein Comeback in der Serie gelingen.

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