Dritter Auswärtssieg in Folge: Eisbären gewinnen in Iserlohn mit 6:3

Einen Tag nachdem Sturmtief „Xavier“ über Nord- und Ostdeutschland wütete, müssten die Eisbären am Freitagabend bei den Iserlohn Roosters ran. Die Auswirkungen, besonders auf den Betrieb der Deutschen Bahn, bekam das Team von Uwe Krupp am Vormittag am Berliner Hauptbahnhof zu spüren. Kurzfristig musste die Mannschaft umplanen und trat eine achtstündige Busreise nach Iserlohn an. Erst gegen 18 Uhr erreichte der Rekordmeister das Stadion am Seilersee.

Frank Hördler kehrte in den Kader zurück und auch André Rankel, der in den letzten Tagen nicht auf dem Eis trainieren konnte, stand im Aufgebot der Berliner. Im Tor kam Marvin Cüpper zu seinem dritten Einsatz der Saison (zweiter Start).

Spielverlauf

Die Eisbären erwischten keinen optimalen Start in das Spiel gegen den Tabellenletzten aus Iserlohn. Innerhalb von 16 Sekunden erzielten die Roosters zwischen der dritten und vierten Minute zwei frühe Treffer. Nachdem Travis Turnbull und Mark Olver eine Meinungsverschiedenheit mit den Fäusten austrugen, konnte Sean Backman in der 10. Minute den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielen.

Im zweiten Abschnitt benötigten die Eisbären dann 50 Sekungen, um in Führung zu gehen. Erst traf Sheppard nach tollem Pass von Parlett zum 2:2 in der 25. Minute. In der 26. Minute stand Louis-Marc Aubry goldrichtig vor dem Tor der Roosters und erzielte den Treffer zum 2:3. Im Anschluss kamen allerdings die Roosters wieder besser in die Partie. Jedoch fehlte ihnen das nötige Glück im Abschluss und so gingen die Eisbären mit der Führung in die zweite Pause.

Für die Entscheidung sorgten Marcel Noebels und Aubry (mit seinem zweiten Treffer) in den ersten acht Minuten des letzten Drittels. Besonders der Treffer von Noebels war sehr sehenswert. Zwar verkürzten die Roosters noch auf 3:5, für weitere Treffer reichte es allerdings nicht. Auch, weil ein Treffer in der 51. Minute wegen Hohen Stocks nicht gegeben werden konnte.

Gedanken:

  • Marvin Cüpper zeigte eine starke Leistung. Besonders im zweiten Drittel, als die Eisbären zwar in Führung gingen, jedoch in der Defensive zu viele Lücken ließen, war der 23-Jährige ein starker Rückhalt. Bei keinem der drei Gegentore kann man dem Back-Up Goalie der Berliner einen Vorwurf machen. Cüpper stoppte 24 von 27 Schüssen (88,9 Sv%), darunter war auch dieser Save:

  • Nach dem Spiel gegen die DEG am Dienstag habe ich hier geschrieben, dass man sich eventuell Sorgen um die nominell erste Reihe – bestehend aus Noebels, Aubry und Fischbuch – machen müsste. Ich will nicht sagen, dass sie auf #Hauptstadteishockey vorbeigeschaut haben, aber die Reihe hat heute geliefert. Aubry erzielte zwei Treffer und bereitete den Treffer von Noebels vor. Fischbuch war an zwei Treffern beteiligt. Ich denke immer noch, dass sich Noebels und Aubry in ihrer Spielweise zu ähnlich sind, bin aber auch noch lange nicht so weit zu sagen, dass man diese Reihe trennen müsse.
  • Es ist so eine Sache mit dem Momentum. Nachdem die Eisbären früh mit zwei Treffern zurück lagen, flogen die Fäuste zwischen Travis Turnbull und Mark Olver. Der Fight half den Eisbären mehr als den Roosters. Zumal die Berliner mit einer Überzahl aus der Situation heraus kamen, da Turnbull zwei Minuten extra bekam. Zugegeben die Überzahl nutzten sie nicht. Erst das verlängerte Powerplay, nachdem Marko Friedrich noch auf die Strafbank musste, führte zum 2:1 Anschlusstreffer durch Backman.
  • Jens Baxmann blieb nach dem ersten Drittel in der Kabine. Dem Verteidiger plagte offenbar eine Übelkeit.
  • Die Eisbären sind Spitzenreiter. Nach zehn Spieltagen führt der Rekordmeister die Tabelle der DEL vor Nürnberg und München an. Die Berliner sind zusätzlich das beste Auswärtsteam der Liga und haben die zweitbeste Offensive. Das kann gern so weiter gehen.

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