Deutschland gewinnt dank Doppelpack von Ehliz gegen Frankreich 2:1 n.V.

Drei Jahre sollte es dauern, ehe der Deutsche Eishockeybund wieder im Wellblechpalast gastiert. Das letzte Spiel fand am 29. April 2015 gegen Slowenien statt. Heute nun also gegen Frankreich. Beide Mannschaften nutzten die Woche vor dem Spiel um sich in ihren Trainingscamps in Hohenschönhausen auf die im Mai beginnende Eishockey-Weltmeisterschaft vorzubereiten. Im Fokus der dritten Vorbereitungsphase stand der deutsche NHL-Star Leon Draisaitl, der seine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft zugesagt hatte nachdem er mit seinen Edmonton Oilers einen NHL Playoff-Platz verpasst hat. Im ersten Spiel gegen Frankreich in Wolfsburg pausierte er noch aber im Spiel im Wellblechpalast lief er auf und trug auch das erste mal das C des Captain auf der Brust. Dieses C wird er in Zukunft sicher noch häufiger tragen. Der Kader, den der DEB zum Spiel in Berlin aufbot hatte nichts mit dem Kader aus dem Februar zu tun, der bei den Olympischen Winterspielen sensationell die Silbermedaille geholt hat. Nur Björn Krupp und Yasin Ehliz waren in PyeongChang dabei.

Zum Spiel:

Beide Mannschaften begannen Druckvoll und man merkte Frankreich an, dass sie sich nicht noch einmal 7:1 abschlachten lassen wollten wie beim ersten aufeinandertreffen beider Teams in Wolfsburg. Zählbares kam für beide Teams nicht zu stande. Außer Nickligkeiten und einigen Chancen wurde den Fans im Welli wenig geboten. Ab und zu blitzte das Talent von Leon Draisaitl auf, der immer wieder versuchte über die linke Seite zu kommen aber Florian Hardy war im französischen Tor einfach zu Stark.

In der 30. Spielminute wechselte Deutschland, wie es angekündigt war, seinen Goalie. Für Treutle kam der Ex-Eisbär Niederberger ins Tor. Sechs Minuten nach dem Torhüterwechsel waren es die Franzosen, die nach einem Konter durch Rech in Führung gingen.

Zu Beginn des dritten Drittels sass Markus Eisenschmid noch eine Strafe aus dem zweiten Drittel ab. Als diese abgelaufen war und er wieder aufs Eis durfte, bekam er den Puck, passte zu Draisaitl und der legte auf den Torschützen Ehliz auf, der das 1:1 erzielten konnte.

In der der dritten Minute der Verlängerung war es Ehliz mit seinem Doppelpack, der Deutschland zum Sieg schoss. Die Vorlage kam, wie sollte es anders sein, von Leon Draisaitl. Das Spiel endete somit 2:1.

Zehn Jahre und drei Tage nach dem letzten DEL-Playoffspiel im Finale gegen Köln erlebten 4412 Zuschauer einen schönen Eishockeynachmittag mit einen kampfbetonten Spiel und sicherlich vielen Emotionen wegen dem Welli. Dem Spiel hätten allerdings mehr Tore gut getan.

Beste Spieler des Spiels: Hardy und Treutle

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