Berliner Taro Jentzsch wird von Sherbrooke Phoenix gedraftet

Genau 90 Minuten dauerte der CHL Import Draft der drei kanadischen Nachwuchsligen. Insgesamt hätten die Teams 120 nicht-nordamerikanische Nachwuchsspieler draften können,!aber da in der Liga nur zwei Ausländer erlaubt sind, verzichteten viele Teams auf Ihre Picks. Für das deutsche Nachwuchseishockey war es ein erfolgreicher Draft. Wurden 2016 mit Cedric Schiemenz und Leon Gawanke nur zwei Deutsche gedraftet, so waren es 2017 schon sechs junge Deutsche (wir berichteten) und 2018 konnte die Zahl auch gehalten werden.
Aus Sicht des Eisbären-Nachwuchs mag der Draft zwar enttäuschend gewesen sein, aber zumindest wurde mit Taro Jentzsch ein gebürtiger Berliner und Ex-Juniors Spieler gedraftet. Die letzten zwei Saisons entwickelte sich Jentzsch in der Red Bull Akademie in Salzburg weiter. Anfang Juni war er auch Gast beim Development Camp der LA Kings und der Eisbären Berlin im Sportforum Hohenschönhausen. Die Franchise der Sherbrooke Phoenix aus der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) zog Jentzsch in der zweiten Runde mit Pick 85. Laut Sébastien Lajoie, dem Sportchef der kanadischen Zeitung La Tribune, war es General Manager Jocelyn Thibault eine Priorität, große Stürmer der Mannschaft hinzuzufügen.
In der französischsprachigen Region Quebec wird Jentzsch mit seinem Coach einige Sätze auf Deutsch wechseln. Trainer ist nämlich Stéphane Julien. Der 44 jährige Julien spielte zwischen 1999 und 2012 u.A. in Ingolstadt, Nürnberg, Köln, München und Salzburg. Nico, der ältere Brudoer von Taro Jentzsch spielt übrigens noch in Berlin bei den Akademikern von FASS.

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