Auftaktniederlage in der CHL: Eisbären 3 EV Zug 5

Die Sommerpause ist offiziell beendet. Am Freitagabend trafen die EIsbären im Wellblechpalast in ihrem ersten Champions Hockey League Gruppenspiel auf den EV Zug.

Mit viel Tempo gingen beide Teams in das Spiel. Große Chancen blieben zunächst aus, auch als Zug früh in Überzahl spielen durfte. Auch eine spätere Überzahl überstanden die Eisbären souverän. Bei Fünf gegen Fünf hatten die Berliner sogar etwas die Überhand und so war der Treffer von DuPont in der 15. Minute nicht ganz unverdient. Gegen Zug war gerade eine Strafe angezeigt, als sechster Feldspieler kam Mark Olver auf das EIs. Olvers Schuss war es auch, den Zugs Goalie Tobias Stephan nicht kontrollieren konnte. DuPont verwandelte den Rebound per Schlagschuss.

Die Schweizer antworteten allerdings im direkten Gegenzug. 22 Sekunden nach der Führung, glich Dario Simion zum 1:1 aus. Nach dem Ausgleich waren es aber die Eisbären, die sich die bessere Chancen erspielen konnten. Vor allem Brandon Ranford und Colin Smith erspielten sich immer wieder gute Chancen vor dem Zuger Tor. Kurz vor Ende des ersten Drittels fehlten bei Jamie MacQueen nur wenige Zentimeter, um die erneute Führung zu erzielen.

Smith war es dann, der zu Beginn des zweiten Drittels die Scheibe hinter dem Tor der Gäste zugespielt bekam und sie durch die Beine eines Zuger Verteidigers perfekt für Olver auflegte. Eine Minute später erhöhte Marcel Noebels die Führung in Überzahl auf 3:1. Nachdem Buchwieser einen Schuss von Aubry an den Pfosten abfälschte, lag die Scheibe am linken Pfosten frei, wo sie Noebels einfach nur noch über die Linie drücken musste. Ein sehr schön ausgespieltes Powerplay, in dem die Eisbären schnell in die Formation fanden und gleich ihre erste Möglichkeit nutzen konnten.

In eigener Überzahl verkürzte Raphael Diaz in der 33. Minute auf 3:2. Fünf Minuten später, traf Lino Martschini erneut in Überzahl zum 3:3 Ausgleich. Vor dem Tor hatte sich erst Richmond mit einem Schweizer behakt, später brachte Aubry einen Schweizer mit einem geschulten Ringergriff zu Fall und nahm Franzreb so die Sicht beim Schuss von Martschini. Dass Cundari ca. zur Hälfte der Unterzahl seine linke Kufe am Schlittschuh verlor, sorgte zusätzlich für Diskussionen. Mit 3:3 ging es in die zweite Drittelpause.

Zug begann den dritten Abschnitt in Überzahl. 25 Sekunden dauerte es, bis Viktor Stalberg die Schweizer zum ersten Mal in Führung bringen konnte. Danach mussten sich die Eisbären erst einmal wieder sortieren. Die Schweizer spielten es aber auch clever, ließen wenige Chancen zu und in der eigenen Zone sorgten sie dafür, dass den Eisbären eigentlich nur der Weg nach Außen blieb. Jaspers hatte bei eigener Überzahl in der 53. Minute noch die beste Chance auf den Ausgleich, wartete aber einen Sekundenbruchteil zu lang. Drei Minuten vor dem Ende hatten die Eisbären in Überzahl nochmal die Chance, das Spiel in die Verlängerung zu bringen. Ein Fehlpass von Richmond direkt auf den Schläger von Suri, der dann nur noch ins leere Tor schießen musste, sorgte dann für die Entscheidung und den 3:5 Endstand.

Am Ende haben die Special Teams den Unterschied gemacht. Die Eisbären haben sich zu zu vielen Strafen hinreißen lassen und die Unterzahl, die im ersten Drittel noch souverän das Gegentor verhinderte, wurde von den Schweizern im zweiten Drittel gnadenlos ausgespielt. Hier und da war auch ein bisschen Pech dabei. Bei Fünf gegen Fünf konnten die Eisbären über 60 Minuten das Tempo der Schweizer mitgehen, die am Ende dann einfach den kleinen Tick cleverer waren.

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